Archiv für den Monat: September 2013

Laufübungen

Runden laufen

Eine Möglichkeit seinen Körper aufzuwärmen besteht im Laufen bzw. Rennen an sich. Die Trainingsgruppe bekommt dazu die Aufgabe die Halle in einem Kreis hintereinander zu durchlaufen. Hierbei ist es möglich, dass der Trainer verschiedene Übungen ansagt, oder aber ein Teilnehmer der Trainingsgruppe diese vor macht. Hierzu sollte er als erster laufen und jeweils ein Signal geben, wenn sich die Übung ändert. Übungsvariationen sind:

• Anfersen
• Kniehebelauf
• Hopserlauf
• Armkreisen mit linkem Arm, Armkreisen mit rechtem Arm, Armkreisen mit beiden Armen nach vorn/ hinten, Armkreisen entgegengesetzt
• Kreuzschritt
• Sidesteps, Sidejumps
• Rückwärts laufen

Zeitschätzläufe

Bei Zeitschätzläufen ist es die Aufgabe des Trainers eine bestimmt Zeit vorzugeben, wie lange die Übenden in der Halle Runden laufen sollen. Dabei ist es die Aufgabe jedes Einzelnen der Trainingsgruppe herauszufinden, wann die vorgegebene Zeit zu Ende ist. Wenn eine Person der Trainingsgruppe das Gefühl, dass die vorgegebene Zeit zu Ende ist, soll er sich auf den Hallenboden setzen. Der Trainer kontrolliert die Zeiten aller Sportler und gibt bekannt, wer die Zeit am besten eingeschätzt hat. Während der Übungszeit kann der Trainer bestimmte Bewegungsvariationen wie z. B. Sidesteps oder Anfersen vorgeben.

Schattenlauf

Die folgende Übung wird paarweise durchgeführt. Ähnlich wie beim Runden laufen gibt eine Person die Übung vor. Der Partner dieser Person ist sein Schatten. Der Schatten läuft immer hinter seinem Partner und macht jede Übung nach. Nach einer Weile wechseln die Rollen.

Erwärmung

Ziel der Erwärmung

Das Ziel des Erwärmens ist es den Körper sowohl physisch, als auch psychisch auf später folgende Belastungen vorzubereiten. Dies bezieht alle Maßnahmen mit ein, die im Vorfeld einer sportlichen Belastung im Training oder Wettkampf dazu dienen, sich optimal auf die folgende Belastung vorzubereiten.

Stoffwechselvorgänge

Dadurch werden bessere Ausgangsbedingungen für die sportliche Leistung geschaffen indem die Körpertemperatur hochgefahren wird, der Keislauf aktiviert wird, es zur Erhöhung des Pulses kommt und sich die Atemfrequenz erhöht. Dadurch wird die Herztätigkeit erhöht und es kommt zur Blutgefäßerweiterung, sodass die Blutversorgung in der beanspruchten Muskulatur verbessert wird. Dadurch erhöht sich auch der Sauerstoffanteil im Blut. Aufwärmen dient ebenfalls zur Verletzungsprophylaxe. Es wird zwischen der allgemeinen und der sportartspezifischen Erwärmung unterschieden.

Theoretischer Hintergrund von Erwärmungsspielen

Im Folgenden werden kleine Spiele vorgestellt, die sich zur allgemeinen Erwärmung eignen. Diese sollten nach einer kurzen Aufwärmphase mit Laufübungen durchgeführt werden. Es ist wichtig, dass die Spiele nicht direkt zu Beginn gemacht werden. Spiele haben immer einen gewissen Wettkampfcharakter, sodass die Teilnehmer sich anstrengen. Im unerwärmten Zustand kann dies zu Verletzungen führen. Daher ist es ratsam vor jeder Trainingseinheit zunächst Laufübungen durchzuführen, bei welchem der Körper langsam an die sportliche Belastung herangeführt wird. Anschließend eignen sich Spiele, um eine gewisse Lockerheit in das Training zu bringen.

Zeitliche Eingrenzung der Erwärmung

Die Laufübungen und die Spiele sollten zusammen ca. 10-15 Minuten dauern. Danach erfolgt am besten ein Schnelligkeitstraining (dazu später mehr) und schließlich die sportartspezifische Erwärmung mit Ball.

Die Entwicklung des Regelwerks

Die Aufgabe des ITTF

Die Weltmeisterschaft und zahlreiche andere Turniere zeigten, dass unheimlich viele verschiedene Regeln in den verschiedenen Ländern festgelegt wurden. Die größte Aufgabe des ITTF war es somit diese weltweit zu standardisieren.

Die wichtigsten Regeländerungen dieser Zeit waren die Festlegung von gleichen Tischmaßen und einheitlichem Ballgewicht, sowie die Abschaffung des Volleys. Bei der Zählweise waren noch bis zur WM 1928 in Schweden sowohl die allgemein gültigen Regeln des Tennis, als auch die lange gültige Regel der Zählweise bis 21 erlaubt. Bei dieser WM war dann nur noch die „21-Punkte Regel“ erlaubt.

Kuriose Spiele

Ein historisches Ereignis war der erste Ballwechsel bei der WM 1936 in Prag, welcher Grundsatzdiskussionen auslöste. Bei dem Spiel Polen gegen Ukraine dauerte dieser ganze 2 Stunden. Einer der Mannschaftswettkämpfe dieses Turniers dauerte 12 Stunden. Um derartiges Sicherheitsspiel zu unterbinden, wurde die Netzhöhe 15,25 cm reduziert. Dieses Maß ist noch heute im Regelwerk festgelegt.

Einführung der Wechselmethode

Des Weiteren wurde versucht dem Sicherheitsspiel entgegen zu wirken, indem festgelegt wurde, dass ein Spiel nach 60 Minuten beendet werden musste. War dies nicht der Fall wurden beide Spieler disqualifiziert. Die Unsinnigkeit dieser Regel wurde spätestens bei der folgenden WM jedem klar. Im Finale wurden beide Spieler beim Satzstand von 1:1 disqualifiziert. Nach diesem Turnier wurde eine Satzbegrenzung von 20 Minuten eingeführt. 1947 wurde die Zeit weiter auf 15 Minuten mit anschließender Wechselmethode reduziert. Die Wechselmethode trat dann in Kraft, wenn ein Satz länger als 15 Minuten dauerte und insgesamt weniger als 18 Punkte erreicht waren. Dann wechselte das Aufschlagrecht nach jedem beendeten Ball. Während der ersten 13 Ballwechsel galten die normalen Regeln. Gelingt es dem rückschlagenden Spieler den Ball 13 Mal im Spiel zu halten, erhält er einen Punkt. Die Ballwechsel werden ab diesem Zeitpunkt von einem Assistenten des Schiedsrichters laut gezählt. Dadurch wurden die Spieler gezwungen, ihr passives Spiel umzustellen. Sofern der Satz kürzer, als 15 Minuten ging, galten die normalen Regeln. In der heutigen Zeit findet die Wechselmethode nach 10 Minuten statt. Da die Abwehrspieler sehr selten geworden sind, ist es allerdings eine absolute Ausnahme.