Archiv für den Monat: Mai 2014

Trainingsübungen mit langem Aufschlag in die Rückhand – Teil 2

Die meisten Spieler versuchen einen langen Aufschlag in die Rückhand zu umlaufen und schließlich mit einem Topspin anzugreifen. Die sicherste Variante ist diesen Topspin auf die Mitte zu ziehen. Viele Spieler neigen dazu den Topspin gleich auf die Rückhandseite des Gegners zu ziehen. Die letztgenannte Variante wird mit der folgenden Trainingsübung trainiert.

Übungsablauf

Die Trainingsübung wird von zwei Spielern durchgeführt. Diese werden als Spieler 1 und Spieler 2 bezeichnet, wobei sich Spieler 1 in der Zeichnung unten befindet und Spieler 2 oben zu sehen ist.

Sie beginnt mit einem langen, diagonalen Aufschlag (1) von Spieler 1 auf die Rückhandseite von Spieler 2. Dieser stellt sich auf die Vorhand um und zieht einen VH Topspin diagonal (2). Spieler zwei hat nun zwei Wahloptionen: Entweder er spielt den folgenden Block auf die Vorhand (3a) oder auf die Mitte (3b) von Spieler 2.

Spieler 2 muss nun versuchen sich optimal zu diesem Ball zu stellen, obwohl er nicht genau weiß, wo er hinkommt. Der anschließende Topspin kann auf das gesamte Feld variiert werden. Das Ziel ist es damit den Punkt zu erzielen. Beide Spieler versuchen ab nun den Punkt für sich zu entscheiden.

Kurzbeschreibung der Trainingsübung

• Langer diagonaler Aufschlag (1)
• Diagonaler Topspin (2)
• Block auf die VH (3a) oder auf die Mitte (3b)

Varianten der Trainingsübung

Auch diese Tischtennis Trainingsübung kann natürlich variiert werden. Dabei ist es grundsätzlich möglich den langen Aufschlag auch mit der Rückhand parallel anzugreifen. Des Weiteren kann bereits beim Aufschlag festgelegt werden welche Schnittart angewendet werden soll.

Wer einen Gegentopspin trainieren möchte sagt seinem Partner, dass er nach der Wahloption 3a oder 3b immer in die Vorhand spielen soll. Dieser Ball kann versucht werden direkt als Gegentopspin angezogen zu werden. Die Varianten sind nahezu unendlich. Ein jeder Trainer und Spieler sollte sich und seine Trainingsleistung immer hinterfragen und diverse Übungsabwandlungen einbauen, um seine Schwächen zu verbessern.

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit langem Aufschlag in die Rückhand – Teil 1

Genau wie in der vorangegangenen Serien zum kurzen Aufschlag in die Vorhand bzw. zum kurzen Aufschlag in die Rückhand werden nun einige Übungen folgen, um den langen Aufschlag und den Return auf einen langen Aufschlag in die Rückhand zu üben.

Ablauf der Trainingsübung

Die folgende Übung ist relativ kurz, jedoch agieren sehr viele Spieler im Punktspiel genau mit diesem Ball. Es stehen sich zwei Spieler gegenüber. Spieler 1 (unten) macht stets einen langen Aufschlag in die Rückhand (1) von Spieler 2, der sich oben befindet. Die Schnittart sollte möglichst häufig variiert werden, damit sich Spieler 2 nicht komplett darauf einstellt.

Spieler 2 hat die Aufgabe den Aufschlag zunächst sicher mit einem Topspin (2) parallel auf den Tisch zu bringen. Generell sollte nahezu jeder lange Aufschlag angegriffen werden. Geschieht dies nicht, so macht es der Gegner bei dem darauf folgenden Ball.

Kurzbeschreibung der Übung

• Spieler 1 spielt einen langen Aufschlag (1) in die RH von Spieler 2
• Spieler 2 zieht einen Topspin parallel
• frei

Übungsvarianten

Die Übung ist in ihrem Ablauf sehr kurz. Es wird mehr die Aufschlag Annahme und das Eingehen von Risiko trainiert, als Sicherheit, wie bei den meisten Kombinationsübungen, die bisher vorgestellt wurden. Sie lässt sich jedoch vielfältig abwandeln. Dies beginnt bereits bei der Wahl des Rückschlags. Dieser kann sowohl mit der Vorhand, als auch mit der Rückhand geschehen. Außerdem ist es möglich diesen nur zu blocken, kann mit einem sicheren Topspin geschlagen werden oder gar mit einem harten Topspin oder auch mit einem Schuss.

Auch der darauffolgende Ball von Spieler 2 kann unterschiedlich gespielt werden. Die gängigste Variante ist sicherlich der diagonale Block. Gelingt dieser Schlag, so hat es Spieler 1 sehr schwer überhaupt an den Ball zu kommen. Gelingt Spieler 1 gar ein Gegentopspin oder ein Schuss, so ist die Wahrscheinlichkeit des Punktgewinns von Spieler 2 noch geringer. Diese Art Spieleröffnung (Topspin aus der Rückhand in die Vorhand mit der Vorhand) ist mit viel Risiko behaftet, jedoch umso effektiver, je härter man den Ball schlägt.

Autor: Matthias Bormann

Lange Aufschläge in die Rückhand

In dem folgenden Artikel wird auf den langen Aufschlag in die Rückhand eingegangen. Die meisten Tischtennistrainer nehmen diese Variante sehr selten in das Trainingsprogramm auf, jedoch ist es vor allem wichtig als Rückschläger bei diesem Aufschlag stets wach zu sein und möglichst direkt anzugreifen.

Vorbetrachtungen zum langen Aufschlag in die Rückhand

Der lange Aufschlag in die Rückhand wird häufiger angewendet, als der lange Aufschlag in die Vorhand. Dies hat den Grund, dass die meisten Tischtennisspieler auf der Vorhand stärker sind, als auf der Rückhand. Außerdem ist es so, dass die Anzahl langer Aufschläge im Laufe eines Matches umso höher ist, je niedriger die Spielstärke ist.

Generell sollte der lange Aufschlag nicht zu häufig eingesetzt werden, da sich der Gegner darauf einstellen kann und einem die Bälle um die Ohren „pfeffert“, sobald er diesen richtig antizipiert hat.

Wie lässt sich der lange Aufschlag in die Rückhand variieren?

Auch bei dieser Aufschlagvariante ist es aus Sicht es Aufschlägers wichtig die PTRF – Effekte möglichst häufig zu ändern, damit sich der Gegner nicht darauf einstellt. Die Platzierung kann also über den gesamten Rückhandbereich verändert werden. Der Faktor Tempo sollte bei langen Aufschlägen immer möglichst zugunsten der Schnelligkeit ausfallen.

Hinsichtlich der Rotation sind keine Grenzen gesetzt. Jedoch führt eine Anwendung des Aufschlags mit viel Rückwärtsrotation dazu, dass der Aufschlag langsamer wird. Den Einfluss der Ballflugkurve wird von vielen Unterschätzt. Bei langen Aufschlägen kann es durchaus beim Gegner für Verwirrung sorgen, wenn der Ball etwas höher z.B. mit Unterschnitt oder Seitschnitt auf die Grundlinie fliegt. Viele gehen dann davon aus, dass der Ball ins „Aus“ geht und sind sehr überrascht, wenn er doch noch im letzten Moment auf der Platte landet.

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit kurzem Aufschlag in die Vorhand – Teil 3

Die nächste Übung schult den Topspin mit der Rückhand nach einem kurzen Aufschlag in die Vorhand.

Ablauf der Trainingsübung

Es spielen zwei Trainingspartner zusammen. Beide sollten in etwa das gleiche Niveau haben, jedoch ist es generell auch gut die Trainingsgruppe häufig zu mischen, sodass jeder Schwächere Spieler auch mal die Möglichkeit erhält mit den Stärkeren zu spielen.

Spieler 1 (unten) beginnt die Übung mit einem kurzen Aufschlag in die Vorhand. Dieser Aufschlag sollte entweder schnittlos, oder mit Unterschnitt versehen sein (1). Spieler 2 befindet sich oben. Er returniert den Ball mit einem Schupfball (2) wenn Unterschnitt im Ball ist. Wenn Spieler 1 einen Aufschlag mit Oberschnitt, oder schnittlos gemacht hat, so sollte der Return als Flip gespielt werden (2).

In beiden Fällen spielt Spieler 1 einen Rückhand Topspin auf die Mitte des Tisches (3). Die Platzierung in die Mitte ist eine gute Variante, da der Gegner nicht weiß, ob er ihn mit der Vorhand, oder mit der Rückhand annehmen soll. Gelingt es den Ball zu blocken, versuchen beide den Punkt für sich zu entscheiden.

Kurzbeschreibung der Übung

• Spieler 1 spielt einen kurzen Aufschlag (1) in die VH von Spieler 2
• Spieler 2 schupft lang parallel zurück (2) bei vorangegangenem Unterschnittaufschlag
• Spieler 2 flippt lang parallel (2) bei vorangegangenem Oberschnittaufschlag
• Spieler 1 eröffnet mit einem Rückhand Topspin auf die Tischmitte (3)
• frei

Autor: Matthias Bormann