Archiv für den Monat: Februar 2015

Kaiserturnier zur Auflockerung der Trainingseinheit

Das Ziel dieses Turniers ist es, der Kaiser zu werden. Dies schafft man nur, wenn man viele Spiele gewinnt.

Ablauf des Kaiserturniers

Der Ablauf ist folgendermaßen: Angenommen 5 Tische stehen nebeneinander, so ist der erste der Gewinnertisch (Kaisertisch) und der letzte der Verlierertisch. Der Trainer gibt eine gewisse Zeit vor, innerhalb dieser die Punkte der beiden (bei fünf Tischen insgesamt 10) Kontrahenten gezählt werden.

Beim Startsignal geht das Spiel los. Ruft der Trainer dann STOP, so ist das Spiel unterbrochen. Der Gewinner rückt in Richtung des Kaisertischs, der Verlierer rückt in Richtung des Verlierertischs. Bei Gleichstand (z.B. 8:8) rückt derjenige einen Tisch weiter, der den letzten Punkt gemacht hat.

Das Spiel ist nach einer festen Zeitvorgabe (z.B. 5 Minuten) oder einer festgelegten Rundenzahl (z.B. 10 Runden) beendet.

Zeitpunkt für ein Kaiserturnier

Die meisten führen es gegen Ende einer Trainingseinheit durch. Dabei ist dies ein passender Abschluss, um nochmals den Ehrgeiz zu wecken oder auf spielnahe Situationen eingehen zu können.

Das Kaiserturnier eignet sich ebenso, um mal wieder Ruhe ins Training zu bringen. Nicht selten kommen “Hobbytrainer” an ihre Grenzen bezüglich der Disziplin. Macht einer in der Gruppe Quatsch, so sind des bald 2 oder gar noch mehr. Mit einem Wettkampfspiel, wie dem Kaiserturnier wird Ehrgeiz geweckt und führt automatisch zu einem ernsteren Trainingsklima. Es eignet sich auch für zwischendurch, um die Einheit aufzulockern.

Varianten im Kaiserturnier

Die Turnierform kann man natürlich in verschiedenen Varianten durchführen. Eine ist zum Beispiel, dass nur mit der schwachen Hand gespielt werden darf. Man kann es ebenso als Doppelturnier durchführen, oder man darf nur eine bestimmt Schlagart anwenden (nur Konter/ Topspin; nur Schupfen).

Natürlich ergeben sich auch Varianten hinsichtlich der Zählweise. So ist es möglich zu sagen, dass das Turnier dann zu Ende ist, wenn eine Paarung den 5ten, 8ten oder 11ten Punkt erreicht hat. Eine andere limitierende Größe wäre die Zeit. So könnte jede Runde z.B. 2 Minuten gehen. Gewinner ist dann derjenige, der die meisten Punkte erreichte. Der Kreativität sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Auch das Spielen ohne Schläger und nur mit der Hand oder mit dem Schuh wäre eine Idee…

Laufwege im Doppel

Die Spielstrategien im Doppel hängen stark von den individuellen Fähigkeiten eines jeden Doppelpartners ab. Ist die Vorhand stärker, als die Rückhand? Mit welcher Seite fühlt man sich sicherer bei der Annahme? Wie passen die Laufwege?

Doppel mit zwei Rechtshändern

Da die Mehrzahl der Tischtennisspieler mit rechts spielen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Paarung mit zwei Rechtshändern im Doppel zustande kommt sehr häufig anzutreffen. Die meisten entscheiden sich dafür den Rückschlag mit der Vorhand anzunehmen, da diese oftmals etwas durchschlagskräftiger ist, als die Rückhand. Dies liegt vor allem an der Hebelwirkung des Arms.

Nun ist es wichtig sich abzustimmen, wie die Laufwege nach der Annahme sind. Die gängigste und auch effektivste Methode ist es, dass der Spieler, der den Ball angenommen hat nach rechts ausweicht. Der Doppelpartner steht links hinter ihm und hat somit im Anschluss viel Platz, um den Tisch abzudecken.

Im Anschluss an diese Bewegungsabfolge müsste wieder nach rechts weggegangen werden. Der Partner reiht sich dann durch einen Laufweg hinter ihn herum wieder ein. Es kommt zu einer “Kreisbewegung” beider Doppelpartner.

Einige Spielsituationen erlauben diese Kreisbewegung nicht, dann ist die Devise auf jeden Fall schnell weg. Entweder nach links, oder nach rechts. Oftmals sind die Ballwechsel jedoch so kurz, dass die eben beschriebenen Laufwege nur stattfinden. Wenn diese automatisiert ablaufen, ist steht sich keiner im Weg.

Doppel mit einem Linkshänder und einem Rechtshänder

Sollte es die Mannschaftsaufstellung gestatten, ist es immer sinnvoll ein Doppel in der Paarung Linkshänder / Rechtshänder aufzustellen. Warum?

Ganz einfach, weil die Laufwege wesentlich unkomplizierter sind! Der Rechtshänder nimmt mit der meist stärkeren Vorhand an und der Rechtshänder auch. Der Linkshänder geht im Anschluss nach rechts hinten weg. Der Rechtshänder nach links hinten.

Vom Prinzip her sind durch wenige Schritte optimale Positionen für die weiteren Schläge möglich. Die Bewegungen bestehen simpel verstanden aus einem “Vor – zurück”.

Zwei Linkshänder zusammen im Doppel?

Im Normalfall sollte es vermieden werden zwei Linkshänder miteinander spielen zu lassen. Dann verwehrt man sich die Möglichkeit des Doppels mit geringen Laufwegen (vorangegangener Teilabschnitt).

Die einzige Variante, bei der es Sinn macht ist, wenn ein Linkshänder lieber mit der Rückhand, als mit der Vorhand den Ball annimmt. Generell verhalten sich die Laufwege dann ähnlich, wie bei zwei Rechtshändern, eben nur Seitenverkehrt.

Abschließend gilt zu sagen, dass alle Paarungen möglich sind und teilweise Sinn machen. Das wichtigste ist, dass die Harmonie stimmt. Oftmals sind es eher kommunikative Dinge, die den Erfolg ausmachen. Auf diese Feinheiten wird in einem späteren Artikel nochmals eingegangen.

Trainingsübung für die Schnelligkeit

Die Schnelligkeit ist wohl eine der wichtigsten konditionellen Fähigkeiten im Tischtennis. Nur wer optimal zum Ball steht, kann die Schlagtechnik auch korrekt ausführen. Um dies zu gewährleisten, braucht man schnelle Beine, eine gute Antizipation und die nötige Koordination, um auch rechtzeitig zum Stehen zu kommen.

Übungen für die Schnelligkeit generell

Der klassische Sprint ist wohl die bekannteste Form des Schnelligkeitstrainings. Durch ein kurzes Startsignal wird versucht schnellstmöglich ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Dabei ist es wichtig, die Übung mit maximaler Intensität und größtmöglicher Motivation durchzuführen.

Es eignen sich außerdem sämtliche Fangspiele, wie zum Beispiel “komm mit – lauf weg”, “Feuer, Wasser, Sand” oder ganz einfach “Fange”.

Schnelligkeitstraining sollte immer ein Stück weit Spaß machen, darf nie monoton sein (nicht jeden Montag Feuer, Wasser, Sand und muss immer maximal schnell erfolgen, sonst bleibt der gewünschte Effekt aus.

Übung für die Schnelligkeit – tischtennisspezifisch

Ein Schnelligkeitstraining sollte immer zu Beginn der Trainingseinheit stattfinden. Dies allerdings unmittelbar nach der Erwärmung, um Verletzungen vorzubeugen. Es ist in dieser Sportart wichtig möglichst schnell mit kurzen Schritten voran zu kommen. Darum ist es auch sinnvoll die so genannten Sidesteps in das Schnelligkeitstraining zu integrieren.

Besonders geeignet ist das Balleimertraining. Denn bei dieser Trainingsform ist es nicht so wichtig, ob der Ball vom “Schüler” auf die Plattenhälfte gegenüber springt oder nicht. Der Rhythmus beim Einspielen des Trainers wird beibehalten und so kann sich der Spieler voll und ganz auf seine Beinarbeit und deren schnellkräftige Ausführung konzentrieren.

Eine mögliche Einspielübung für das Schnelligkeitstraining ist folgende.

• Rückhand
• Mitte
• Vorhand
• Mitte
• …

Zum Verständnis: Der Trainer/ Spieler am Balleimer spielt zunächst einen Ball in die Rückhand, dieser wird, genau, wie die im Folgenden gespielten Bälle mit einem Konter oder Topspin auf die gegenüber liegende Seite gespielt. Anschließend wird Vorhand aus der Mitte, Vorhand aus der Vorhandseite, Vorhand aus der Mitte und schließlich wieder Rückhand aus der Rückhandseite gespielt. Die Übung sollte sehr schnell gespielt werden. Nach einem Durchgang erfolgt eine Pause, danach wird wieder mit maximaler Geschwindigkeit agiert.

Trainingsübung für die Kraft

Krafttraining im Tischtennis? Klar, der Ball muss beschleunigt werden, aber wozu bruacht man Kraft sonst im TT. Wie jede konditionelle Fähigkeit, sollte auch die Komponente Kraft nicht unterschätzt werden. Wie oft hört man das nach dem Match des Verlierers: “mir ist die Kraft ausgegangen”.

Übung für die Kraft generell

Nun insbesondere wird neben einer grundlegenden Kräftigung der gesamten Skelettmuskulatur Kraft in den Beinen benötigt. Hierfür eignen sich zahlreiche Übungen aus dem Sport. Eine typische Übung zur Steigerung der Beinkraft sind Kniebeuge.

Weiterhin eignen sich zahlreiche einfache Übungen auch ohne Geräte. Ein Beispiel: Die Arme gegen die Wand lehnen und den Körper senkrecht halten. Im Einbeistand wird das sich nicht am Boden befindende Bein durch Anheben der Verse immer hoch und runter bewegt. Dadurch wird die Wadenmuskulatur gestärkt.

Übung für die Kraft – tischtennisspezifisch

Bei der Grundstellung im Tischtennis befinden sich Ober- und Unterkörper in einem 90° Winkel. Dadurch ermöglicht es dem Spieler eine optimale Sicht auf das Netz und auf den ankommenden Aufschlag. Gerade in unteren Spielklassen wird diese Stellung häufig nicht ganz so akribisch eingenommen.

Sollte man sich nach jahrelanger Bewegungsausführung in einer alternativen Körperhaltung (z.B. Kerzengerade) umgewöhnen wollen, so merkt man schnell, dass dafür einiges an Beinkraft vorhanden sein muss. Eine Übung, um genau dieses zu trainieren ist das so genannte Wandsitzen. Mit gerade gestrecktem Oberkörper mit einem 90° Winkel zu den Beinen und einem 90° Winkel zwischen Oberschenkel und Wade setzt man sich an die Wand.

Diese Position sollte dann möglichst lange gehalten werden. Am besten ist, man versucht diverse Steigerungen in der Zeit einzubauen. Z.B. am ersten Tag 1 Minute, beim nächsten 1,5, irgendwann sind dann bis zu 5 Minuten drin (für Hobbysportler).