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Die Auszeit zur richtigen Zeit nehmen

Über dieses Thema könnte man stundenlang philosophieren: Wann nehme ich eine Auszeit? Wann bringt sie mir etwas oder gibt es sogar Situationen, in denen man nur diese Auszeit nimmt, um den Gegner nur aus dem Spielfluss zu nehmen.

Regelwerk

Laut Regelwerk steht jedem Spieler eine Auszeit von 2 Minuten pro Spiel zu. Ob er diese im ersten oder im 4ten Satz nimmt ist ihm überlassen. Man ist auch nicht gezwungen eine Auszeit zu nehmen.

Typische Spielsituationen für eine Auszeit

Viele Spieler heben sich die Auszeit sehr lange auf, um dann in Situationen, wie einem 10:11 in der Verlängerung im 5ten Satz noch mal eine Verschnaufpause zu haben um schließlich die letzten Reserven für die oder den entscheidenden Punkt zu mobilisieren. Durch diese Variante läuft man Gefahr die Auszeit gar nicht nehmen zu können, wenn zum Beispiel der Vorsprung des Gegners schneller wächst, als gedacht.

Oftmals ist die Auszeit sinnvoll in Situationen, bei denen man 3,4 oder gar 5 Punkte hintereinander nicht gemacht hat. So z.B. beim Stand von 7:8, wenn man zuvor 3:8 führte. Eigentlich ist die Auszeit bei dem 7ten Punkt schon zu spät und hätte spätestens beim 6 zu 8 genommen werden müssen. Man kommt durch dieses Timing wieder zur Ruhe, kann sich darauf besinnen, was gerade schief läuft und es kann sein, dass man den Gegner dadurch ein Stück weit aus dem Rhythmus bringt.

Oft hat man als Spieler gar nicht den Blick für derartige Situationen. Man ist so im “Rausch”, dass einem das gar nicht bewusst ist. Häufig ist es daher sinnvoll einen Mitspieler oder Trainer mit der Aufgabe zu beauftragen, die Auszeit im eigenen Interesse zu nehmen. Gerade taktische Dinge oder häufige eigene Fehler kann man von Außen besser wahrnehmen, als wenn man selbst spielt.

Laufwege im Doppel

Die Spielstrategien im Doppel hängen stark von den individuellen Fähigkeiten eines jeden Doppelpartners ab. Ist die Vorhand stärker, als die Rückhand? Mit welcher Seite fühlt man sich sicherer bei der Annahme? Wie passen die Laufwege?

Doppel mit zwei Rechtshändern

Da die Mehrzahl der Tischtennisspieler mit rechts spielen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Paarung mit zwei Rechtshändern im Doppel zustande kommt sehr häufig anzutreffen. Die meisten entscheiden sich dafür den Rückschlag mit der Vorhand anzunehmen, da diese oftmals etwas durchschlagskräftiger ist, als die Rückhand. Dies liegt vor allem an der Hebelwirkung des Arms.

Nun ist es wichtig sich abzustimmen, wie die Laufwege nach der Annahme sind. Die gängigste und auch effektivste Methode ist es, dass der Spieler, der den Ball angenommen hat nach rechts ausweicht. Der Doppelpartner steht links hinter ihm und hat somit im Anschluss viel Platz, um den Tisch abzudecken.

Im Anschluss an diese Bewegungsabfolge müsste wieder nach rechts weggegangen werden. Der Partner reiht sich dann durch einen Laufweg hinter ihn herum wieder ein. Es kommt zu einer “Kreisbewegung” beider Doppelpartner.

Einige Spielsituationen erlauben diese Kreisbewegung nicht, dann ist die Devise auf jeden Fall schnell weg. Entweder nach links, oder nach rechts. Oftmals sind die Ballwechsel jedoch so kurz, dass die eben beschriebenen Laufwege nur stattfinden. Wenn diese automatisiert ablaufen, ist steht sich keiner im Weg.

Doppel mit einem Linkshänder und einem Rechtshänder

Sollte es die Mannschaftsaufstellung gestatten, ist es immer sinnvoll ein Doppel in der Paarung Linkshänder / Rechtshänder aufzustellen. Warum?

Ganz einfach, weil die Laufwege wesentlich unkomplizierter sind! Der Rechtshänder nimmt mit der meist stärkeren Vorhand an und der Rechtshänder auch. Der Linkshänder geht im Anschluss nach rechts hinten weg. Der Rechtshänder nach links hinten.

Vom Prinzip her sind durch wenige Schritte optimale Positionen für die weiteren Schläge möglich. Die Bewegungen bestehen simpel verstanden aus einem “Vor – zurück”.

Zwei Linkshänder zusammen im Doppel?

Im Normalfall sollte es vermieden werden zwei Linkshänder miteinander spielen zu lassen. Dann verwehrt man sich die Möglichkeit des Doppels mit geringen Laufwegen (vorangegangener Teilabschnitt).

Die einzige Variante, bei der es Sinn macht ist, wenn ein Linkshänder lieber mit der Rückhand, als mit der Vorhand den Ball annimmt. Generell verhalten sich die Laufwege dann ähnlich, wie bei zwei Rechtshändern, eben nur Seitenverkehrt.

Abschließend gilt zu sagen, dass alle Paarungen möglich sind und teilweise Sinn machen. Das wichtigste ist, dass die Harmonie stimmt. Oftmals sind es eher kommunikative Dinge, die den Erfolg ausmachen. Auf diese Feinheiten wird in einem späteren Artikel nochmals eingegangen.

Trainingsübungen für Gegentopspins – Teil 1

Der Gegentopspin im Tischtennis ist ein Schlag, der häufig erst auf Bezirksebene eingesetzt wird. Selbst bei diesen “Halbprofis” ist er eher unsicher, jedoch macht er Spaß und führt gerade im Training zu schönen Ballwechseln.

Spielzüge zum Einsatz des Gegentopspins

Der Gegentopspin wird wenn überhaupt von den meisten Spielern nur mit der Vorhand eingesetzt. Das macht aufgrund des Hebelverhältnisses und der bei den meisten in Richtung Vorhand besser ausgeprägten Beinarbeit Sinn.

Am häufigsten kommt es (in Ligen bis Land/ Verband) während längerer Ballwechsel erst zu einem solchen Topspin – Topspin – Duell. Diesen Schlägen gehen in der Regel Konterschläge oder Topspin-Blockbälle voran.

Der Gegentopspin fällt den meisten schwer bei der Ausführung, wenn im Vorfeld ein Schupfball gespielt wurde, dann sind viele dazu geneigt zu überreisen und somit den Gegentopspin über den Tisch hinauszuspielen.

Übung für den Gegentopspin

Um eine Übung zu kreieren, die realitätsnah auch für Bezirksklassespieler ist, sollte diese mit einem Aufschlag und einigen Konterduellen beginnen. Spieler 1 beginnt mit einem kurzen Aufschlag, welcher über das gesamte Feld platziert werden darf. Ausgehend davon erfolgt ein Schupfball von Spieler 2 in die Rückhand von Spieler 1. Der passive Schupfball wird diagonal angezogen.

Im Anschluss spielen beide Spieler 2-3 Konterbälle diagonal. Spieler 2 spielt danach einen Ball parallel in die weite Vorhand. Diese wird von Spieler 1 diagonal angezogen. Danach zieht Spieler 2 Gegentopspin diagonal. Beide Spieler ziehen ab dann Gegentopspin.

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: kurzer Aufschlag (gesamtes Feld erlaubt)
• Spieler 2: Schupfball in Rückhand
• Spieler 1: RH Topspin diagonal
• Spieler 1 und Spieler 2: Rückhand Konter 2-3 mal
• Spieler 2: RH parallel
• Spieler 1: VH Topspin diagonal
• Spieler 2: Gegentopspin diagonal
• beide: Topspin – Topspin Duell diagonal

Das Spiel gegen Linkshänder

Es gibt einige Spieler, die verzweifeln bereits, wenn sie sehen, das ihr Gegenüber den Schläger in die linke Hand nimmt. Das Spiel gegen Linkshänder ist ungewohnt, aber dennoch nichts, wovor man Angst haben sollte.

Was machen Linkshänder anders als Rechtshänder?

Theoretisch ist alles Seitenverkehrt, mehr nicht. Die Vorhand wird von der Position aus gespielt, wo i.d.R. (die meisten Tischtennisspieler sind Rechtshänder) Rückhand gespielt wird und die Rückhand wird von dort gespielt, wo sonst die Vorhand ist.

Dies sollte man von vornherein beachten und nicht wie gewohnt in die “Rückhandseite” schupfen. Denn bei diesem Spielzug ist der Angriffsschlag des Linkshänders vorprogrammiert.

Ansonsten neigen viele Linkshänder dazu spitze Winkel zu spielen. Dies realisieren sie durch Topspins mit viel Seitenschnitt. Oft ist die Rückhand schwächer ausgebildet, als die Vorhand, sodass sie versuchen die schwächere Seite zu umlaufen.

Taktiken gegen Linkshänder

Generell gilt das, was auch gegen Rechtshänder wichtig ist. Möglichst kurz anspielen, versuchen herauszufinden was die schwächere Seite ist, eigene Stärken nutzen und die Schwächen des Gegners ausnutzen.

Viele Linkshänder lassen die Vorhand weit offen. Dies bietet die Chance einen schnellen Aufschlag genau dorthin zu spielen. Dieses Mittel darf man nur nicht zu häufig anwenden, sonst stellt sich der Gegner darauf ein. Generell sind kurze Aufschläge ein gutes Mittel. Im Laufe des Ballwechsels ist es häufig ratsam über die Rückhand zu spielen, um die meist stärkere Vorhand zu umgehen.

Passive Schläge auf unbequeme Anspielpunkte

Oftmals ist man gezwungen den gegnerischen Spieler angreifen zu lassen. Sei es aufgrund der eigenen Unterlegenheit, oder aber auch aus taktischer Sicht, z.B. wenn die eigene Stärke im Block- und Konterspiel liegt.

Blockbälle auf den Ellenbogen

Im Normalfall ist man froh, wenn überhaupt ein Angriffsball des Gegners returniert werden kann. Baut dieser sein Spiel eher mit einem sicheren Topspin zur Eröffnung auf, so wird der Punkt häufig über mehrere Ballwechsel entschieden.

Dann entscheidet nicht nur Aggressivität im Angriffsspiel, sondern auch Klugheit bei der Platzierung. Varianten sind zum Beispiel das Spiel mehrfach in die Rückhand bzw. auf die schwächere Seite des Gegners, um anschließend in die weite Vorhand zu spielen, die nur schwer erreichbar ist.

Eine weitere Variante ist es den Ellbogenbereich gezielt anzuspielen, um den Gegner in eine unangenehme Position zu bringen. Dies ist auch im passiven Spiel mittels Blockbällen möglich. Dann weiß der Gegner nicht so recht, ob er Vor- oder Rückhand nehmen soll und ist gezwungen sich zu bewegen. Besonders effektiv sind diese Anspiele bei Spielern, die gern mit Vor- und Rückhand angreifen.

Welche Punkte sind gemeint?

Es fängt beim Rückschlag an. Dieser sollte natürlich nicht mittig und lang sein. Genau dort hat der Gegner freie Wahl und ihr guckt in die “Röhre”, wisst nicht, wo der nächste Topspin einschlägt.

Effektiver sind dann Rückschläge z.B. weit in die Vorhand. Am besten in so einem Winkel, dass der Ball nicht nur ins linke Eck geht sondern nochweiter vorn in noch steilerem Winkel relativ schnell, mit viel Unterschnitt platziert wird.

Unangenehm ist außerdem die Ellbogenregion (siehe oben), ein kurzer Rückschlag als Variante oder ein Flip, welcher für viele gleich ungewohnt als Rückschlag ist.

Topspins gezielt auf den Ellenbogen – Übungsbeispiele – Teil 2

Im vorangegangenen Artikel ging es um das Spiel auf den Ellenbogen beim Eröffnungstopspin. Nun folgen einige Übungen, die zum Ziel haben diese Platzierung während des Spiels anzuspielen.

Den Ellbogen während des Ballwechsels anvisieren

Kommt einmal ein langer Ballwechsel zustande, so versuchen die meisten Spieler ihren Gegner über die Ecken auszuspielen. Bei sehr laufstarken Spielern kommen dann richtig gute, ansehnliche Ballwechsel zustande. Wer am Ende den Punkt macht ist oft offen.

Eine Variante, wie man zwar nicht ganz so spektakulär aber effektiv zum Punktgewinn kommt, ist das Spiel auf den Ellenbogen innerhalb des Ballwechsels. Ein typischer Ablauf ist folgender: Nach einem kurzen Aufschlag erfolgt ein langer Rückschlag in die Rückhand, welcher schließlich diagonal angegriffen wird.

Wird dieser Ball dann (wie es häufig auch real im Spiel passiert) diagonal zurückgeblockt, so ist es eine Variante diesen Ball erneut mit Topspin anzugreifen und direkt auf den Ellenbogen zu spielen, anstelle den direkten risikobehafteten Schlagabtausch zu suchen.

Kurzbeschreibung der Übung

• Spieler 1: kurzer Aufschlag
• Spieler 2: Rückschlag auf die Rückhand
• Spieler 1: Topspin diagonal auf die Rückhand
• Spieler 2: Blockball in die Rückhand
• Spieler 1: Topspin auf den Bauch/ auf den Ellebogen
• frei

Kontrollübung für das Spiel auf den Ellenbogen

Um gezielt die Platzierung des eigenen Topspins oder des Blockballs zu üben eignet sich folgendes Training: Häufig spielen sich einige Spieler diagonal ein. Dies geschieht zunächst mittels Konterschlägen, im Anschluss blockt ein Spieler, der andere zieht Topspins, solange bis ein Fehler geschieht.

Diese Übung lässt sich geringfügig abwandeln und bringt gleichzeitig einen Trainingseffekt. Spieler 1 bekommt die Aufgabe stets auf die Ellenbogenregion anzugreifen. Spieler 1: Topspin auf den Ellenbogen. Spieler 2 sollte diesen Ball blocken. Das bedeutet für Spieler 1, dass er jedes Mal die Position anvisiert, bei der der Ellenbogen angespielt werden kann. Für Spieler 2 bedeutet es, dass er stets seinen Schlägerwinkel und seine Fuß- und Körperstellung anpassen muss, um den Ball gut kontrolliert blocken zu können.

Topspins gezielt auf den Ellenbogen – Übungsbeispiele – Teil 1

Der Topspin auf den Ellenbogen eignet sich gut, um ein bisschen Abwechslung in das Angriffsspiel zu bringen. Häufig wird nur in die Ecken gespielt, was natürlich wichtig ist, um den Gegner in Bewegung zu bringen, allerdings auch dazu führt, dass er sich irgendwann darauf einstellt.

Übung – Topspin auf den Ellenbogen

Viele Spieler bauen ihr Spiel mit einem Aufschlag aus der Rückhandseite heraus auf, um sich die weite Vorhand für einen Topspin offen zu lassen. Ausgehend von dieser Grundstellung ist der Rückschlag nach einem kurzen Aufschlag häufig ein Schupfball auf die Rückhand oder in die Mitte. Dies ist ein idealer Ort für einen diagonalen Topspin, welcher auf die Ellenbogenregion geht.

Der Übungsablauf ist dann folgender:

• Spieler 1: kurzer Aufschlag
• Spieler 2: Rückschlag als Schupfball auf die Mitte oder in die Rückhand
• Spieler 1: Topspin auf den Ellenbogen
• Spieler 2: Blockball in die Vorhand
• Spieler 1: frei

Übungsvarianten

Ausgehend von dieser Grundübung können natürlich Varianten eingebaut werden. Eine dieser Varianten ist zum Beispiel, dass bereits der Aufschlag ab und zu auf den Bauch von Spieler 2 gesetzt wird.

Dies führt zu einer ständigen Wachsituation. Das Verhältnis sollte jedoch nicht höher, als 30:70 sein, da sonst das Ziel der Übung verfehlt wird. Wenn ein Aufschlag lang kommt, so darf der Spieler, der den Ball annimmt sofort angreifen. Der weitere Spielverlauf ist dann frei.

Taktische Aspekte – gezielt den Ellenbogen anspielen

Ein häufig eingesetztes taktisches Mittel sind gezielt auf den Ellenbogen gespielte Angriffsbälle oder aggressive Schupfbälle.

Theoretische Hintergründe zum Spiel auf den Ellenbogen

Generell darf die Floskel “Spiel auf den Ellenbogen” nicht missverstanden werden. Es ist damit gemeint, dass der Ball weder in den Vorhandbereich, noch in den Rückhandbereich gespielt werden soll. Somit wird vermieden, dass der gegnerische Spieler direkt angreifen kann ohne sich bewegen zu müssen. Man könnte es auch so ausdrücken, dass man sagt “Spiel auf den Bauch”.

Der Hintergrund ist, dass man bei dem Spiel auf den Bauch nie richtig weiß, ob man den Ball nun mit der Vorhand oder mit der Rückhand annehmen muss. Bei Spielern, die sich nicht gern bewegen führt dies zu einer Bewegungsanpassung d.h. sie stehen nicht richtig zum Ball und können diesen deshalb nicht optimal kontrollieren.

Bei diesem taktischen Mittel sind sowohl Angriffsschläge, als auch Verteidigungsschläge effektiv. Nach einem Topspin auf den Bauch zum Beispiel neigen viele dazu nur den Schläger zu führen, anstatt einen kurzen Sidestep zu machen, um sich besser zu positionieren. Oftmals überrascht man den Gegner so, dass er kaum reagieren kann, da es die meisten gewohnt sind, dass ihre Gegner ihre Angriffsschläge in die Ecken setzen.

Beim Schupfball auf den Ellenbogen hingegen geht es eher darum, dem Gegner die Position zum Angriffschlag so unangenehm, wie möglich zu machen. Nur durch einen kurzen Schritt zur Seite ist dieser mit dem optimalen Hebel möglich.

Ellbogen beim Aufschlag anspielen?

Warum eigentlich nicht? Gerade lange Seitenschnittaufschläge eignen sich hierfür besonders gut. Genau wie bei den Schlagtechniken aus dem direkten Spiel heraus ist ein Aufschlag auf den Bauch ein gutes Mittel gegen lauffaule Gegner. Sollte man sich für einen langen Aufschlag entscheiden, muss man trotzdem hellwach sein, da der Gegner dies auch schnell mal antizipieren kann und direkt zum Topspin ansetzt.

Schlüsselwörter: Aufschlag auf den Bauch, Spiel auf den Bauch, Spiel auf den Ellenbogen

39. Topspins gezielt auf den Ellenbogen – Übungsbeispiele – Teil 1

Der Topspin auf den Ellenbogen eignet sich gut, um ein bisschen Abwechslung in das Angriffsspiel zu bringen. Häufig wird nur in die Ecken gespielt, was natürlich wichtig ist, um den Gegner in Bewegung zu bringen, allerdings auch dazu führt, dass er sich irgendwann darauf einstellt.

Übung – Topspin auf den Ellenbogen

Viele Spieler bauen ihr Spiel mit einem Aufschlag aus der Rückhandseite heraus auf, um sich die weite Vorhand für einen Topspin offen zu lassen. Ausgehend von dieser Grundstellung ist der Rückschlag nach einem kurzen Aufschlag häufig ein Schupfball auf die Rückhand oder in die Mitte. Dies ist ein idealer Ort für einen diagonalen Topspin, welcher auf die Ellenbogenregion geht.

Der Übungsablauf ist dann folgender:

• Spieler 1: kurzer Aufschlag
• Spieler 2: Rückschlag als Schupfball auf die Mitte oder in die Rückhand
• Spieler 1: Topspin auf den Ellenbogen
• Spieler 2: Blockball in die Vorhand
• Spieler 1: frei

Übungsvarianten

Ausgehend von dieser Grundübung können natürlich Varianten eingebaut werden. Eine dieser Varianten ist zum Beispiel, dass bereits der Aufschlag ab und zu auf den Bauch von Spieler 2 gesetzt wird.

Dies führt zu einer ständigen Wachsituation. Das Verhältnis sollte jedoch nicht höher, als 30:70 sein, da sonst das Ziel der Übung verfehlt wird. Wenn ein Aufschlag lang kommt, so darf der Spieler, der den Ball annimmt sofort angreifen. Der weitere Spielverlauf ist dann frei.