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Side steps – Schneller durch kurze Bewegungen

Im Tischtennis ist die Bewegung das A und O. Je besser man zum Ball steht, umso einfacher sind die Schlagtechniken ausführbar. Umso ökonomischer sind die Techniken anzusehen.

Schnelle kurze Bewegungen

Durch so genannte Sidesteps ist nahezu jeder Ball in einer höheren Geschwindigkeit erreichbar, als wenn der normale Weg des Laufens gewählt wird. Durch das seitliche Nachziehen des einen Fußes zum Anderen wird gewährleistet, dass die Bewegung seitlich ist und der Blick stets zum Netz bzw. zum gegnerischen Spieler gerichtet ist.

Zur Erlernung der Beinarbeitstechnik sind zunächst Trockenübungen mit Technikkorrektur angebracht. Anschließend kann man sich mit Balleimertraining langsam dem richtigen Spiel annähern.

Für die Technikfestigung sind Endlosübungen geeignet, bei denen ein Spieler stets den Ball verteilt und der andere sich Bewegen muss.

Übungsbeispiel für Sidesteps

Die nachfolgende Übung ist als Einstieg in das Beinarbeitstraining mittels Sidesteps geeignet. Spieler 1 verteilt dabei jeden ankommenden Ball. Spieler 2 hat eine kurze Bewegungsfolge auszuführen. Beide Spieler spielen möglichst viele Ballwechsel ohne Fehler.

Bei der folgenden Übung liegt der Fokus auf der Beinarbeit, deshalb wird diese möglichst einfach gestaltet. Spieler 1 beginnt mit einem langen Konteraufschlag mit der Rückhand diagonal in die Rückhand seines Trainingspartners. Spieler 2 spielt den Ball diagonal zurück. Spieler 1 spielt anschließend parallel. Nun müssen die Sidesteps angewendete werden. Wichtig ist diese möglichst ökonomisch und schnell auszuführen, ohne die Schlagtechnik im Anschluss zu vernachlässigen. Nachdem der Ball erlaufen wurde (wichtig: Erst stehen, dann schlagen), wird wieder parallel gespielt. Es folgt ein Konterschlag von Spieler 1, danach geht die Übung von vorn los.

Ein Spieler spielt also immer abwechselnd Vorhand und Rückhand, jeweils einmal aus der Vorhandseite und einmal aus der Rückhandseite. Sein Trainingspartner verteilt die Bälle dementsprechend.

Kurzfassung der Übung:

Spieler 1 spielt passiv, verteilt die Bälle und bekommt jeden Ball in die Rückhand gespielt. Spieler 2 ist der aktive Spieler, der den Sidestep übt.

• Spieler 1: Langer Konteraufschlag diagonal
• Spieler 2: Konter diagonal zurück
• Spieler 1: Konter parallel
• Spieler 2: Konter parallel
• Spieler 1: Konter diagonal
• Wiederholung der Übung

Trainingsübungen für Gegentopspins – Teil 2

Der Gegentopspin am Tisch ist ein recht schwerer Schlag. Dennoch, wird er einmal beherrscht und automatisiert, so ist er in seiner Bewegungsausführung nicht viel langsamer, als ein Blockball. Gleichzeitig ist er aber effektiver, sodass der Gegner sofort unter Druck gesetzt wird.

Gegentopspin am Tisch

Der Gegentopspin benötigt vor allem ein gutes Timing. Der Ball muss unmittelbar nach dem Auftreffen auf der Tischhälfte gegen gezogen werden. Um dies zu trainieren eignet sich für den Start zunächst das Balleimertraining.

Der Trainer steht mit einem Behälter voller Bälle am Tisch, lässt den Ball einmal aufspringen und zieht einen Topspin auf die Vorhand seines Schützlings. Diesen Ball sollte er zunächst langsam und bedacht nach vorn Gegenziehen. Dabei sollte der Ball auf jeden Fall diagonal gespielt werden. Dadurch ist ein breiter Winkel vorhanden.

Je nachdem, wie gut oder schlecht der Übungspartner den Schlag beherrscht können Übungsanpassungen vorgenommen werden. Zum Beispiel ist denkbar, dass der Topspin vom Balleimerspieler zunächst nur zurückgeblockt werden muss, damit dieser sich an den Schnitt gewöhnen kann. Generell sollte stets mehr in Richtung Netz, als nach oben gezogen werden, da der ankommende Schnitt berücksichtigt werden muss.

Kurze schnelle Bewegung

Um den Gegentopspin am Tisch zu beherrschen benötigt es viel Training. Es ist für viele ein Risikoschlag, ja sogar ein Notschlag. Dieser muss in einem Bruchteil von nur wenigen Sekunden ausgeführt werden.

Man darf nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine Reaktion auf einen Angriffsschlag handelt. Bei der ankommenden Geschwindigkeit des Balls muss zunächst darauf reagiert werden. Dies geht meist nur durch eine kurze, schnelle Bewegung. Um diese zu automatisieren braucht man viel Training.