Archiv der Kategorie: Übungsbeispiele

Kaiserturnier zur Auflockerung der Trainingseinheit

Das Ziel dieses Turniers ist es, der Kaiser zu werden. Dies schafft man nur, wenn man viele Spiele gewinnt.

Ablauf des Kaiserturniers

Der Ablauf ist folgendermaßen: Angenommen 5 Tische stehen nebeneinander, so ist der erste der Gewinnertisch (Kaisertisch) und der letzte der Verlierertisch. Der Trainer gibt eine gewisse Zeit vor, innerhalb dieser die Punkte der beiden (bei fünf Tischen insgesamt 10) Kontrahenten gezählt werden.

Beim Startsignal geht das Spiel los. Ruft der Trainer dann STOP, so ist das Spiel unterbrochen. Der Gewinner rückt in Richtung des Kaisertischs, der Verlierer rückt in Richtung des Verlierertischs. Bei Gleichstand (z.B. 8:8) rückt derjenige einen Tisch weiter, der den letzten Punkt gemacht hat.

Das Spiel ist nach einer festen Zeitvorgabe (z.B. 5 Minuten) oder einer festgelegten Rundenzahl (z.B. 10 Runden) beendet.

Zeitpunkt für ein Kaiserturnier

Die meisten führen es gegen Ende einer Trainingseinheit durch. Dabei ist dies ein passender Abschluss, um nochmals den Ehrgeiz zu wecken oder auf spielnahe Situationen eingehen zu können.

Das Kaiserturnier eignet sich ebenso, um mal wieder Ruhe ins Training zu bringen. Nicht selten kommen “Hobbytrainer” an ihre Grenzen bezüglich der Disziplin. Macht einer in der Gruppe Quatsch, so sind des bald 2 oder gar noch mehr. Mit einem Wettkampfspiel, wie dem Kaiserturnier wird Ehrgeiz geweckt und führt automatisch zu einem ernsteren Trainingsklima. Es eignet sich auch für zwischendurch, um die Einheit aufzulockern.

Varianten im Kaiserturnier

Die Turnierform kann man natürlich in verschiedenen Varianten durchführen. Eine ist zum Beispiel, dass nur mit der schwachen Hand gespielt werden darf. Man kann es ebenso als Doppelturnier durchführen, oder man darf nur eine bestimmt Schlagart anwenden (nur Konter/ Topspin; nur Schupfen).

Natürlich ergeben sich auch Varianten hinsichtlich der Zählweise. So ist es möglich zu sagen, dass das Turnier dann zu Ende ist, wenn eine Paarung den 5ten, 8ten oder 11ten Punkt erreicht hat. Eine andere limitierende Größe wäre die Zeit. So könnte jede Runde z.B. 2 Minuten gehen. Gewinner ist dann derjenige, der die meisten Punkte erreichte. Der Kreativität sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Auch das Spielen ohne Schläger und nur mit der Hand oder mit dem Schuh wäre eine Idee…

Trainingsübungen mit Unterschnittaufschlägen – Teil 2

Die folgende Übung bezieht sich auf eine häufig anzutreffende Spielsituation in unteren Ligen. Nach dem Aufschlag schupfen beide Spieler um die Wette. Jeder wartet auf den gegnerischen Fehler.

Spieleröffnung nach einem Unterschnittduell

Das Ziel der Übung ist es zu lernen, wie man sich aus einem Unterschnittduell befreit und selbst die Initiative im Angriffsspiel ergreift.

Spieler 1 spielt unten (siehe Zeichnung), Spieler 2 (oben). Spieler 1 beginnt mit einem Unterschnittaufschlag, der in der Länge variabel einsetzbar ist (1). Der Aufschlag soll jedoch in die Rückhand gehen. Sein Gegenüber, Spieler 2, schupft diesen Aufschlag zurück und es kommt zum Rückhand – Rückhand, Schupfduell (2) beider Spieler, die mit der Rückhand schupfen. Dieses Duell soll nur zwischen 3-5 Mal durchgeführt werden (spätestens beim 5ten Schupfball muss Spieler 1 angreifen).

Sobald sich Spieler 1 traut, stellt er sich auf die Vorhand um und spielt Vorhand Topspin diagonal (3). Dieser Ball wird parallel geblockt (4) und dann ist die Übung frei.

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: Aufschlag mit Unterschnitt in die Rückhand von Spieler 2 (1)
• Spieler 2 und Spieler 1: beide schupfen Rückhand – Rückhand 3-5 Mal (2)
• Spieler 1: Topspin diagonal (3)
• Spieler 2: Block parallel (4)
• frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit Oberschnittaufschlägen – Teil 2

Nach dem in Teil eins der Serie “Trainingsübungen mit Oberschnittaufschlägen” einige theoretische Grundlagen abgehandelt wurden, geht es nun in die Praxis.

Flip oder Schupf?

Da es wie gesagt die hohe Kunst im Tischtennis ist, einen Aufschlag so zu machen, dass er für den Gegner so aussieht wie Unterschnitt und dann doch Oberschnitt drin ist, kann die folgende Übung als Aternative zum Oberschnitt stets mit Seitenschnitt oder Seitenunterschnitt ausgeführt werden.

Die Übung beginnt mit einem kurzen oder halblangen Aufschlag (1a) oder (1b) von Spieler 1, der sich in der Zeichnung unten befindet. Der Rückschlag von Spieler 2 (oben) erfolgt immer diagonal, also (2a) oder (2b). Anschließend spielt Spieler 1 immer parallel (3a) oder (3b). Dieser Ball soll möglichst als Topspin gespielt werden.

Die Besonderheit der Übung ist der unregelmäßig ausgeführte Aufschlag. Er soll bewusst auch im Schnitt variiert werden. Entweder mit Oberschnitt oder mit Seitunterschnitt. Bei Unterschnitt wird geschupft, bei Oberschnitt spielt Spieler 2 einen Flip als Rückschlag.

Bei falscher Einschätzung beim Rückschlag fliegt der Ball entweder ins Netz oder kommt hoch zurück. Der hohe Ball soll sofort geschossen werden.

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: kurzer oder halblanger Aufschlag mit Seitunterschnitt oder Oberschnitt (1a) oder (1b)
• Spieler 2: Flip oder Schupf diagonal (2a) oder (2b) je nach vorhergegangenem Aufschlag
• Spieler 1: Topspin parallel (3a) oder (3b)
• frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit kurzen rechtsrotierenden Aufschlägen – Teil 2

Die Varianten eines rechtsrotierenden Aufschlags sind sehr vielfältig. In der folgenden Übung wird auf den Faktor Platzierung eingegangen.

Die Platzierung häufig variieren

Egal welcher Aufschlag ausgeführt wird, die Platzierung sollte dabei möglichst oft variiert werden. Ob kurz, lang oder halblang sollte man während des Spiels entscheiden. Jeder Gegner hat seine Stärken und Schwächen an einer anderen Stelle. Wichtig ist, dass nicht jeder Aufschlag auf die gleiche Stelle kommt. Dann stellt sich jeder Spieler darauf ein.

Kurz in die Vorhand oder weit in die Rückhand

Bei der folgenden Übung wird die Reaktion auf unterschiedliche Aufschläge mit gleichem Bewegungsansatz trainiert. Den Aufschlag mit Rechtsdrall kann man z.B. in den Varianten 1a oder 1b ausführen.

Bei der Variante 1a handelt es sich um einen kurzen Aufschlag in die Vorhand. Dies ist eine sinnvolle Variante, da die meisten Spieler diesen Aufschlag so ausführen, dass er in die Rückhand geht und sich der Gegner schnell darauf einstellen kann. Die Variante 1b ist so gedacht, dass der aufschlagende Spieler nahezu die gleiche Bewegung beim Aufschlag vollzieht, wie beim Aufschlag 1a. Der Unterschied liegt in den letzten Zügen des Schlags. Dabei wird versucht möglichst spät die Bewegung eines schnellen Aufschlags zu erzeugen.

Nun zur Übung:

Spieler 1 (unten) und Spieler 2 (oben) stehen sich gegenüber. Spieler 2 übt den aggressiven Rückschlag nach rechtsrotierenden Aufschlägen. Spieler 1 spielt unregelmäßig zwei Varianten des benannten Aufschlags.

Die Übung beginnt mit dem Aufschlag von Spieler 1. Dieser soll entweder kurz bzw. halblang in die Vorhand von Spieler 2 gespielt werden (1a). Oder der Aufschlag erfolgt lang nach außen in die Rückhand (1b). Der Vorteil des zweit genannten Aufschlags ist, dass dieser durch den Rechtsdrall noch weiter nach außen getrieben wird und sich Spieler 2 mehr bewegen muss.
Egal, für welche Aufschlagvariante sich Spieler 1 entscheidet, Spieler 2 soll versuchen diesen direkt anzugreifen. Der dazu notwendige Topspin (2b) oder Flip (2a) erfolgt immer in die Vorhand von Spieler 1.

Insbesondere bei dem Topspin 2b ist wieder höchstes Risiko und am besten ein harter, schneller Schlag gefragt.

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: entweder kurzer Aufschlag mit Rechtsdrall (1a) oder lang (1b)
• Spieler 2: entweder Flip (2a) oder schneller, harter Topspin (2b)
• frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit kurzen rechtsrotierenden Aufschlägen – Teil 1

In sehr vielen Spielen in verschiedensten Spielklassen sieht man Varianten des Aufschlags mit Rechtsdrall. Die meisten führen diesen Aufschlag ausgehend von der Rückhandseite aus, um anschließend die weite Vorhand für den gegnerischen Rückschlag offen zu lassen. Dies hat den Hintergrund, dass sie bei einem Rückschlag auf die Vorhand sofort mit ihrer starken Seite, der Vorhand, angreifen wollen.

Risikoschläge werden belohnt

In der nachfolgenden Übung wird ein harter Topspin trainiert, der ein hohes Risiko birgt. Ausgehend von einem Rückschlag in die Rückhand, wird diese umlaufen, um anschließend einen harten Vorhand Topspin parallel zu ziehen.

Ungeachtet von dem Eingangsatz, sind viele Spieler geneigt doch in die Rückhandseite zurückzuspielen. Dies genau aus dem Grund, dass sie die taktischen Züge des Gegners kennen und wissen, dass er genau das will – den passiven Schlag in die Vorhand.

Warum ist nun der parallele Topspin aus der Rückhand mit der Vorhand ein Risiko?

Die Frage lässt sich einfach beantworten. Weil der Gegner einen super Winkel hat, um diagonal zu blocken. Dann wird der Weg extrem lang und es ist sehr sehr gute Beinarbeit gefragt. Sinnvoll ist dieser Schlag trotzdem, weil ihn keiner so erwartet und weil der Gegner sich auch erst so bewegen muss, dass er genau diesen Blockball ausführen kann.

Vorhand parallel – die Übung

Spieler ein befindet sich unten in der Zeichnung, Spieler 2 oben. Nach einem kurzen Aufschlag mit Rechtsrotation (1), wird der Ball entsprechend des in den Aufschlag gegebenen Schnitts diagonal zurückgelegt (2). Schlagart – Unterschnitt. Nun muss Spieler 1 gute Beinarbeit leisten. Er stellt sich auf seine Vorhandseite um und spielt Topspin parallel (3). Dabei spielt er den Ball mit vollem Risiko, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Durch einen schnellen, harten Topspin wird versucht einen direkten Punkt zu erzielen.

Kurzbeschreibung

Spieler 1: kurzer Aufschlag mit Rechtsdrall (1)
Spieler 2: diagonaler Rückschlag mit Unterschnitt (2)
Spieler 1: schneller, harter Topspin parallel (3)
frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit kurzen linksrotierenden Aufschlägen – Teil 2

In der zweiten Übung zu linksrotierenden Aufschlägen wird insbesondere auf die verschiedenen Rückschlagvarianten eingegangen. Sobald der gegnerisch Spieler den Aufschlag richtig “liest”, ist es seine Entscheidung, welches taktische Mittel er als Rückschlag einsetzt. Man muss auf alles eingestellt sein.

Kurzer Aufschlag – drei Rückschlagvarianten

Bei der folgenden Trainingsübung spielen wieder zwei Trainingspartner zusammen. Spieler 1 befindet sich in der Zeichnung unten. Spieler 2 ist oben zu sehen.

Die Übung beginnt mit einem Rückhandaufschlag mit Linksdrall von Spieler 1 (1). Dieser wird in etwa von der Mitte ausgeführt und sollte möglichst kurz bzw. nur so lang sein, dass der gegnerische Spieler diesen nicht mit einem Topspin angreifen kann.

Der Rückschlag von Spieler zwei kann variieren. Zum einen besteht die Möglichkeit (2a). Dieser Schlag kann sowohl als Schupfball, als auch als Flip ausgeführt werden. Ziel von Spieler 1 sollte es egal für welchen Schlag sich Spieler 2 entscheidet sein, anzugreifen. Die zweite Möglichkeit des Rückschlags von Spieler 2 ist ein langer Ball in die Vorhand (2b). Dieser sollte entweder als aggressiver Schupf, oder als Flip ausgeführt werden. Auf jeden Fall soll sich Spieler 2 nicht dadurch bedrängen lassen und den Ball “nur” zurückspielen. Er soll weiterhin angreifen. Die Möglichkeiten sind Topspin oder Schuss – egal in welche Ecke. Die dritte Rückschlagmöglichkeit ist es, den Aufschlag kurz zurückzulegen (2c). Auf diesen Schlag folgt ein Flip von Spieler 1.

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: linksrotierender, kurzer Rückhandaufschlag (1)
• Spieler 2 hat drei Rückschlagvarianten

• Variante 2a: Schupf oder Flip parallel
• Variante 2b: aggressiver Schupf oder Flip diagonal
• Variante 2c: kurz zurücklegen

• Spieler 1 greift jeden Rückschlag mit Topspin, Schuss oder Flip an

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit kurzen linksrotierenden Aufschlägen – Teil 1

Generell sollten mindestens 60% wenn nicht sogar 70% und mehr Aufschläge kurz, oder mindestens so ausgeführt werden, dass sie zwei mal auf der gegnerischen Tischhälfte aufkommen ausgeführt werden.

Position beim Rückhandaufschlag mit Linksdrall

Die Position beim Rückhandaufschlag ist für die meisten klar – sie stehen in der Rückhand. Das hat den Vorteil, dass die gesamte Vorhand frei bleibt und viele Gegner in diese Seite, auch bedingt durch den Schnitt im Aufschlag, in genau diese Seite spielen.

Danach wird die Vorhand eingesetzt.

Doch auch die Position beim Aufschlag kann man bewusst variieren, um den Gegner zu verwirren. So ist selbst der Aufschlag aus der Vorhandseite keine schlechte Variante.

Übung für den Aufschlag aus der Mitte

Bei der folgenden Übung wird ein Rückhandaufschlag aus der Mitte mit Linksrotation ausgeführt. Im Punkspiel sollte man sich der Optionen des Gegners immer bewusst sein, denn er kann in beide Plattenecken zurückspielen. Diese Übung geht auf die Option des Gegners ein, dass er in die Vorhand zurück spielt. Dadurch wird auch berücksichtigt, dass einige den Schnitt nicht richtig lesen können und der Ball auch dadurch sicherlich immer mal wieder dort hin gespielt wird.

Es spielen Spieler 1 (siehe Zeichnung: unten) und Spieler 2 (siehe Zeichnung: oben) zusammen. Der erste Schlag von Spieler eins ist ein kurzer Aufschlag mit der Rückhand mit Linksrotation (1). Der Aufschlag sollte bewusst aus der Mitte ausgeführt werden. Der Rückschlag von Spieler 2 ist ein Schupfball in die Vorhand, also weit nach rechts außen (2).

Die Übung ist bereits ab diesem Punkt frei. Spieler 1 soll allerdings mit Topspin angreifen, das ist die einzige Pflichtvorgabe ab diesem Moment. Hinsichtlich der Platzierung ist freie Wahl und auch Spieler 2 kann den Topspin so zurückspielen, wie er will. Einige Varianten sind Block, Konter, Gegentopspin oder Schnittabwehr.

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: kurzer Aufschlag mit Linksdrall aus der Mitte heraus (1)
• Spieler 2: langer Schupfball zurück in die Vorhand (2)
• frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit langen Seitenschnittaufschlägen – Teil 4

Nach der Theorie folgt die Praxis. Das Training derartiger Aufschläge- und vor allem der Rückschläge wird viel zu selten durchgeführt. Vielmehr trainieren die meisten Tischtennistrainer stupide scheinbar unendliche Technikübungen.

Linksrotierende Aufschläge in die weite Vorhand

Eine taktische Variante (nicht mehr als 1-2 Mal pro Match) kann es sein einen langen Aufschlag mit Linksrotation in die weite Vorhand, aus Sicht eines Rechtshänders, anzuwenden. Durch den Drall des Balls wird der Gegner noch weiter nach außen getrieben. Er wird gezwungen sich zu bewegen und dadurch ist es für ihn schwerer eine saubere Technik anzuwenden.

Eine mögliche Trainingsübung wäre folgende:

• Spieler 1 macht einen langen Aufschlag mit Linksrotation auf die Vorhand
• Spieler 2 spielt einen Topspin diagonal
• Spieler 1 zieht Gegentopspin diagonal
• Es kommt zum Topspin-Topspin-Duell

Linksrotierende Aufschläge in die weite Rückhand

Auch mit Linksdrall kann es sinnvoll sein Aufschläge in die Rückhand zu machen. Bei Rechtsdrall würde es zwar den Vorteil bringen, dass der Ball weiter nach außen getrieben wird und dass sich der Gegner dadurch mehr bewegen müsste, aber auch der Linksdrall muss erstmal richtig eingeschätzt und returniert werden.

Der Gegenspieler sollte versuchen jeden langen Aufschlag anzugreifen. Generell gibt es auch für lange Aufschläge mit Linksdrall in die Rückhand sehr sehr viele Übungsvarianten. Eine sieht wie folgt aus:

• Spieler 1 macht einen langen Aufschlag mit Linksdrall in die Rückhand von Spieler 2
• Spieler 2 stellt sich auf die Vorhand und zieht einen Topspin parallel
• Spieler 1 blockt diesen Ball diagonal
• beide Spieler versuchen ab dort den Punkt zu erzielen

Linksrotierende lange Aufschläge auf den Bauch

Diese Art Aufschläge sind mit unter sehr effizient gegen Kontrahenten, die sich wenig bewegen und oftmals aus dem Stand spielen. Aufschläge auf den Bauch wirken auf den ersten Blick so, als ob man sich als annehmender Spieler richtig zum Ball stellen muss.

Dadurch, dass sich viele dann auch wirklich nicht bewegen, kommt es dazu, dass sie den Ball nur halbherzig zurückspielen können. Häufig kommt es dazu, dass der Ball dann unplatziert, halbhoch und ohne gefährlichen Schnitt zurückgespielt wird.

Nach diesem Ball gibt es nur eine Option: Ein offensiver Angriffsball.

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit langen Seitenschnittaufschlägen – Teil 2

Nachdem im vergangenen Artikel einige theoretische Grundlagen zu Seitenschnittaufschlägen abgehandelt wurden, folgt nun eine Trainingsübung. Konkret geht es um eine Übung mit Rechtsrotation.

Lange Aufschläge mit Rechtsrotation

Wie bereits erwähnt führen die meisten Spieler ihre Aufschläge aus gutem Grund aus der Position auf ihrer schwächeren Seite aus. Bei den meisten ist dies die Rückhandseite. Der häufigste lange Aufschlag führt diagonal in die schwächere Seite des Gegners. Dieser wird im folgenden bei der Übung trainiert.

Als Partnerübung stehen sich Spieler 1 (unten) und Spieler 2 (oben) gegenüber. Spieler 1 beginnt mit einem Aufschlag. Dieser soll mit möglichst viel Seitenschnitt lang und schnell in die Rückhand von Spieler 2 ausgeführt werden (1). In diesem Fall wird die Reaktion auf einen langen Rückschlag in die Rückhand (2) geübt.

Dieser Rückschlag (2) soll als Unterschnittball ausgeführt werden. Damit wird die aus Sicht von Spieler 1 geübt, wie man mit einem langsamen Rückschlag umgeht. Spieler 1 muss beachten, dass in dem Ball sein eigener Schnitt noch zu einem hohen Anteil drin ist. Er sollte sich auf seine starke Seite umstellen. Dies macht er mit einem Sidestep nach links.

Anschließend zieht er von dort aus einen parallelen Topspin (3). Danach ist die Übung frei. Möglichkeiten für Spieler 2 den parallelen Topspin (3) zu returnieren sind:

• Block
• Konter
• Schuss
• Gegentopspin

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: langer diagonaler Seitschnittaufschlag (1)
• Spieler 2: langer diagonaler Rückschlag mit Unterschnitt (2)
• Spieler 1: Topspin parallel (3)
• Spieler 2: Block, Konter, Schuss oder Gegentopspin
• frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit langen Unterschnittaufschlägen – Teil 2

Nachdem die Theorie vergangene Woche abgehandelt wurde, kommt nun eine konkrete Trainingsübung. Dabei geht es vor allem darum auf den Rückschlag des Gegners einzugehen.

Übungsbeispiel für Übungen mit langem Unterschnittaufschlag

Bei langen Unterschnittaufschlägen gibt es zwei Varianten des Returns. Den Angriff mittels Topspin oder das zurücklegen mit einem Schupfball. Die folgende Übung geht auf die erste Variante ein. Sie schult zum Einen die Verbesserung des eigenen Aufschlags, zum Anderen den Umgang mit einem angegriffenen Ball nach einem langen Aufschlag mit viel Unterschnitt.

Ein Tipp vorneweg: Durch den hohen Anteil Vorwärtsrotation (Topspin) kann es passieren, dass der Blockball weit über den Tisch hinweg springt. Um diesem Effekt entgegen zu wirken, muss der Schläger mehr zu gemacht werden. Dies bedeutet, dass die Schlägerspitze mehr in Richtung Netz gehalten werden muss.

Langer Unterschnittaufschlag Angriff mit Topspin

Die Überschrift erklärt bereits die Spieleröffnung. Da es sich um eine Partnerübung handelt, spielen zwei Trainingspartner zusammen. Spieler 1 befindet sich unten (in der Zeichnung). Sein Trainingspartner (Spieler 2) spielt oben.

Spieler 1 beginnt mit dem besagten Unterschnittaufschlag (1), der möglichst lang in die Rückhandseite von Spieler 2 gespielt werden soll. Von dort aus spielt Spieler 2 einen Topspin diagonal (2). Dieser Topspin sollte mit viel Rotation gespielt werden. Gesetz dem Fall euer Trainingspartner spielt nur wenig Unterschnitt ein, so kann der Ball auch härter geschlagen werden. Generell darf der Topspin sowohl mit der Vorhand, als auch mit der Rückhand gespielt werden. Spieler 1 blockt den Topspin im Anschluss parallel (3). Danach wird der Punkt ausgespielt.

Tipp: Der Block 3 darf ruhig etwas härter gespielt werden. Der Vorteil eines Aufschlags mit viel Unterschnitt ist, dass der Gegner ihn in der Regel nicht so hart und schnell anziehen kann. Vielmehr setzt er auf viel Rotation und eine hohe Ballflugkurve. Durch diesen Gewinn an Zeit durch die hohe Ballflugkurve kann man zur Konzentration nutzen und schließlich einen harten Blockball parallel ansetzen.

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: langer Unterschnittaufschlag (1)
• Spieler 2: Topspin diagonal mit viel Schnitt und hoher Ballflugkurve (2)
• Spieler 2: Block parallel (3)
• frei

Autor: Matthias Bormann