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Trainingsübungen mit Oberschnittaufschlägen – Teil 2

Nach dem in Teil eins der Serie “Trainingsübungen mit Oberschnittaufschlägen” einige theoretische Grundlagen abgehandelt wurden, geht es nun in die Praxis.

Flip oder Schupf?

Da es wie gesagt die hohe Kunst im Tischtennis ist, einen Aufschlag so zu machen, dass er für den Gegner so aussieht wie Unterschnitt und dann doch Oberschnitt drin ist, kann die folgende Übung als Aternative zum Oberschnitt stets mit Seitenschnitt oder Seitenunterschnitt ausgeführt werden.

Die Übung beginnt mit einem kurzen oder halblangen Aufschlag (1a) oder (1b) von Spieler 1, der sich in der Zeichnung unten befindet. Der Rückschlag von Spieler 2 (oben) erfolgt immer diagonal, also (2a) oder (2b). Anschließend spielt Spieler 1 immer parallel (3a) oder (3b). Dieser Ball soll möglichst als Topspin gespielt werden.

Die Besonderheit der Übung ist der unregelmäßig ausgeführte Aufschlag. Er soll bewusst auch im Schnitt variiert werden. Entweder mit Oberschnitt oder mit Seitunterschnitt. Bei Unterschnitt wird geschupft, bei Oberschnitt spielt Spieler 2 einen Flip als Rückschlag.

Bei falscher Einschätzung beim Rückschlag fliegt der Ball entweder ins Netz oder kommt hoch zurück. Der hohe Ball soll sofort geschossen werden.

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: kurzer oder halblanger Aufschlag mit Seitunterschnitt oder Oberschnitt (1a) oder (1b)
• Spieler 2: Flip oder Schupf diagonal (2a) oder (2b) je nach vorhergegangenem Aufschlag
• Spieler 1: Topspin parallel (3a) oder (3b)
• frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit Aufschlägen auf den Bauch – Teil 2

Nicht immer erkennt der Gegner sofort, dass ein Aufschlag lang genug kommt, um ihn anzuziehen. Dies ist ebenso ein Vorteil des “Aufschlags auf den Bauch”. Wenn er zu spät erkannt wird, so wird der Rückschlag oftmals nur als Schupf, von vielen sogar halbhoch zurückgespielt.

Aufschlag auf den Bauch – wenn der Gegner zurückschupft

Der Aufschlag auf den Bauch sollte nicht zu häufig angewendet werden. Wie bereits erwähnt, ist die Gefahr da, dass der Gegner direkt angreift. Die Übung von letzter Woche zielte genau darauf ab, diesen Fall zu berücksichtigen.

Die Aufschlagvariante sollte in einem Verhältnis von 1:5 oder sogar nur 1:7 angewendet werden. Ebenso sollten lange Aufschläge nicht zu häufig eingesetzt werden, es sei denn, man spielt gegen Abwehrspieler, dann ist es ein gängiges Mittel.

Wie regiert man nun auf einen Schupfball nach diesem Aufschlag? Ganz einfach – angreifen. Topspin oder Schuss ist die Devise. Dadurch, dass der Ball halblang kommt, ist es für den Gegner extrem schwer (bei Oberschnitt noch schwerer, als bei Unterschnitt) diesen Aufschlag kurz hinter das Netz zurückzuspielen.

Halblange Aufschläge möglichst mit viel Seit- oder Oberschnitt spielen

Dadurch, dass diese Aufschlagvariante als Überraschungsaufschlag gedacht ist, der so lang kommt, dass der Gegner bei richtiger Antizipation angreifen wird, könnt ihr alles an Schnitt reinlegen, was ihr zur Verfügung habt.

Was nützt ein Aufschlag auf den Bauch mit Unterschnitt? Nichts. Euer Gegner hat es umso leichter euch den Ball um die Ohren zu hauen. Daher ist es sinnvoll so viel Seit- oder Oberschnitt einzubauen, wie es nur geht. Es ist ein Risikoaufschlag – ja, aber nicht selten führt er direkt zum Punktgewinn.

Autor: Matthias Bormann

Halblange Aufschläge

Halblange Aufschläge kommen oftmals ungewollt zustande. Versucht ein Spieler den Aufschlag, kurz oder lang zu machen, kann es passieren, dass dieser missglückt und eben halblang kommt.

Halblange Aufschläge verhindern

Um nicht in die Situation zu kommen, dass der Gegner einen kurz geplanten Aufschlag anzieht, weil er zu lang gerät, sollte man sich dessen bewusst sein, wie dieser ausgeführt werden muss. Hierbei ist es wichtig den Ball nur kurz über das Netz abspringen zu lassen. Des Weiteren ist der Balltreffpunkt auf dem Schläger wichtig. Dieser sollte möglichst mit Unterschnitt im hinteren Drittel des Schlägers getroffen werden.

Im Gegensatz dazu ist es bei einem langen Aufschlag das wichtigste, das er auch schnell gespielt wird. Ein langsamer langer Aufschlag gilt ebenso als „Vorlage“ für den Gegner, der sofort angreifen kann. Um einen schnellen langen Aufschlag auszuführen, sollte der Ball kurz vor der Tischkante in der fallenden Phase getroffen werden.

Halblange Aufschläge als effektive Variante

Wie bereits erwähnt, ist das wichtigste das Aufschlagspiel so oft, wie möglich zu variieren. Dies betrifft die Rotation, das Tempo, die Flugkurve und die Platzierung des Balles. Hinsichtlich der Platzierung kann es vorteilhaft sein den Ball gezielt halblang zu spielen.

Das Risiko bei halblangen Bällen ist natürlich, dass sie der Gegner anzieht, darauf muss man sich vorher bereits einstellen. Der Vorteil ist, dass halblange Aufschläge, wie auch lange Aufschläge nur ganz schwer kurz hinter das Netz zurückgelegt werden können, um das Angriffsspiel zu erschweren.

Halblange Aufschläge sollten möglichst auf den Bauch gespielt werden. Wird ein Spieler in der Bauchregion oder anders gesagt, auf der Region des Ellenbogens angespielt, so ist er gezwungen sich zu bewegen. Spielt er den Ball ohne sich zu bewegen zurück, so ist es ganz schwer „Druck“ zu machen, da so die optimale Ausgangsposition für den Schlag nicht gegeben ist. Wenn dieser Ball dann noch überraschend und mir viel Seitenschnitt gespielt wird, so wird daraus eine wirklich sinnvolle Variante, um sein Aufschlagspiel nicht zu monoton wirken zu lassen.

Matthias Bormann