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Trainingsübungen mit langen Seitenschnittaufschlägen – Teil 4

Nach der Theorie folgt die Praxis. Das Training derartiger Aufschläge- und vor allem der Rückschläge wird viel zu selten durchgeführt. Vielmehr trainieren die meisten Tischtennistrainer stupide scheinbar unendliche Technikübungen.

Linksrotierende Aufschläge in die weite Vorhand

Eine taktische Variante (nicht mehr als 1-2 Mal pro Match) kann es sein einen langen Aufschlag mit Linksrotation in die weite Vorhand, aus Sicht eines Rechtshänders, anzuwenden. Durch den Drall des Balls wird der Gegner noch weiter nach außen getrieben. Er wird gezwungen sich zu bewegen und dadurch ist es für ihn schwerer eine saubere Technik anzuwenden.

Eine mögliche Trainingsübung wäre folgende:

• Spieler 1 macht einen langen Aufschlag mit Linksrotation auf die Vorhand
• Spieler 2 spielt einen Topspin diagonal
• Spieler 1 zieht Gegentopspin diagonal
• Es kommt zum Topspin-Topspin-Duell

Linksrotierende Aufschläge in die weite Rückhand

Auch mit Linksdrall kann es sinnvoll sein Aufschläge in die Rückhand zu machen. Bei Rechtsdrall würde es zwar den Vorteil bringen, dass der Ball weiter nach außen getrieben wird und dass sich der Gegner dadurch mehr bewegen müsste, aber auch der Linksdrall muss erstmal richtig eingeschätzt und returniert werden.

Der Gegenspieler sollte versuchen jeden langen Aufschlag anzugreifen. Generell gibt es auch für lange Aufschläge mit Linksdrall in die Rückhand sehr sehr viele Übungsvarianten. Eine sieht wie folgt aus:

• Spieler 1 macht einen langen Aufschlag mit Linksdrall in die Rückhand von Spieler 2
• Spieler 2 stellt sich auf die Vorhand und zieht einen Topspin parallel
• Spieler 1 blockt diesen Ball diagonal
• beide Spieler versuchen ab dort den Punkt zu erzielen

Linksrotierende lange Aufschläge auf den Bauch

Diese Art Aufschläge sind mit unter sehr effizient gegen Kontrahenten, die sich wenig bewegen und oftmals aus dem Stand spielen. Aufschläge auf den Bauch wirken auf den ersten Blick so, als ob man sich als annehmender Spieler richtig zum Ball stellen muss.

Dadurch, dass sich viele dann auch wirklich nicht bewegen, kommt es dazu, dass sie den Ball nur halbherzig zurückspielen können. Häufig kommt es dazu, dass der Ball dann unplatziert, halbhoch und ohne gefährlichen Schnitt zurückgespielt wird.

Nach diesem Ball gibt es nur eine Option: Ein offensiver Angriffsball.

Autor: Matthias Bormann