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Tischtennis Geschichte, Teil 2

Durch mündliche Überlieferungen und Geschenksendungen kam der Trend des Tischtennis nach Europa. In Deutschland kam es z.B. 1899 zur Gründung der 1. Berliner „Tennis- und Ping Pong Gesellschaft“. Daraus entwickelte sich der noch heute existierende Verein „Tennis Borussia Berlin.

1. Deutschen Tischtennis-Meisterschaften

In einem Berliner Casino wurden 1907 die ersten inoffiziellen Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Neben Deutschland waren in den Ländern Ungarn, Frankreich, Russland und Österreich zahlreiche Vereinsgründungen zu beobachten. In Amerika kam es ebenfalls zu einem Tischtennis Boom. Oftmals war kam es allerdings bei Wettbewerben zu ungleichen Voraussetzungen.

So belegen Aufzeichnungen von 1902, dass Studententeams von Harvard und Yale gegen einander antraten. Dabei trat Harvard komplett mit filzbespannten Schlägern an und Yale mit Holzschlägern. Im Jahr 1988 kam der Sport auch in vereinfachter Form bis nach Japan. Mit wesentlich kleineren und niedrigeren Tischen sowie einem weichen Ball fand der Sport äußerste Beliebtheit. Von Japan aus breitete er sich nach Chine, Korea und Hongkong aus. In Europa kam es zeitgleich zu einer Art Tischtennisdepression. Diese war begründet durch die mangelnde Attraktivität des Sports.

Die große Tischtennis-Depression

Um zu gewinnen entwickelten viele ihr Spiel in Richtung Abwehr weiter, sodass sie versuchten möglichst wenig Fehler zu machen. Dadurch verlängerte sich die Spielzeit, die Zuschauerzahlen sanken, da das Spiel sehr einseitig aufgebaut war. Diese Tischtennis Depression ging soweit, dass sogar die nationalen englischen Meisterschaften in England von 1905 bis 1918 ausgesetzt wurden. Bis nach dem ersten Weltkrieg entwickelte sich der Sport nicht weiter. Erst 1922 kam neuer Schwung in diesen Sport und die PPA wurde neu gegründet und kurze Zeit später umbenannt, um neues Aufsehen zu erregen.

Gründung des DTTB, dem deutsche Tischtennis Bund

Die „National Table Tennis Assotiation (ETTA)“ verfeinerte das Spiel. 1923 wurde ein revolutionäres Turnier ausgetragen, das heute noch seinesgleichen sucht. Gemeinsam mit dem „Daily Mirror“ organisierte Ivor Montago ein Turnier mit 40000 Teilnehmern, welches in 40 verschiedenen Hallen über den Zeitraum vier Monaten ausgetragen wurde.

Der Sieger erhielt ein Auto, was für die damalige Zeit ein fürstlicher Preis war. In den nächsten Jahren wurden zahlreiche nationale und internationale Verbände gegründet. 1925 entstand der DTTB – der deutsche Tischtennis Bund und ein Jahr später wurde der heute noch existierende Weltverband ITTF – die Interantional Table Tennis Federation gegründet.

Montagu, die wichtigste Persönlichkeit im Tischtennis

Montagu sollte die wichtigste Persönlichkeit des Tischtennis werden. Er war mit 17 Jahren Gründungsmitglied des ETTA und mit 22 Jahren hatte er eine Spitzenposition beim ITTF inne, die er 40 Jahre behielt. Er war Schiedsrichter, Spieler, Funktionär und Filmproduzent, sodass Charlie Chaplin zu seinen besten Freunden zählte. Er hatte wesentlichen Anteil daran, dass 1926 die ersten Weltmeisterschaften in England ausgetragen wurden.