Schlagwort-Archive: Regeländerungen

Die Entwicklung des Regelwerks

Die Aufgabe des ITTF

Die Weltmeisterschaft und zahlreiche andere Turniere zeigten, dass unheimlich viele verschiedene Regeln in den verschiedenen Ländern festgelegt wurden. Die größte Aufgabe des ITTF war es somit diese weltweit zu standardisieren.

Die wichtigsten Regeländerungen dieser Zeit waren die Festlegung von gleichen Tischmaßen und einheitlichem Ballgewicht, sowie die Abschaffung des Volleys. Bei der Zählweise waren noch bis zur WM 1928 in Schweden sowohl die allgemein gültigen Regeln des Tennis, als auch die lange gültige Regel der Zählweise bis 21 erlaubt. Bei dieser WM war dann nur noch die „21-Punkte Regel“ erlaubt.

Kuriose Spiele

Ein historisches Ereignis war der erste Ballwechsel bei der WM 1936 in Prag, welcher Grundsatzdiskussionen auslöste. Bei dem Spiel Polen gegen Ukraine dauerte dieser ganze 2 Stunden. Einer der Mannschaftswettkämpfe dieses Turniers dauerte 12 Stunden. Um derartiges Sicherheitsspiel zu unterbinden, wurde die Netzhöhe 15,25 cm reduziert. Dieses Maß ist noch heute im Regelwerk festgelegt.

Einführung der Wechselmethode

Des Weiteren wurde versucht dem Sicherheitsspiel entgegen zu wirken, indem festgelegt wurde, dass ein Spiel nach 60 Minuten beendet werden musste. War dies nicht der Fall wurden beide Spieler disqualifiziert. Die Unsinnigkeit dieser Regel wurde spätestens bei der folgenden WM jedem klar. Im Finale wurden beide Spieler beim Satzstand von 1:1 disqualifiziert. Nach diesem Turnier wurde eine Satzbegrenzung von 20 Minuten eingeführt. 1947 wurde die Zeit weiter auf 15 Minuten mit anschließender Wechselmethode reduziert. Die Wechselmethode trat dann in Kraft, wenn ein Satz länger als 15 Minuten dauerte und insgesamt weniger als 18 Punkte erreicht waren. Dann wechselte das Aufschlagrecht nach jedem beendeten Ball. Während der ersten 13 Ballwechsel galten die normalen Regeln. Gelingt es dem rückschlagenden Spieler den Ball 13 Mal im Spiel zu halten, erhält er einen Punkt. Die Ballwechsel werden ab diesem Zeitpunkt von einem Assistenten des Schiedsrichters laut gezählt. Dadurch wurden die Spieler gezwungen, ihr passives Spiel umzustellen. Sofern der Satz kürzer, als 15 Minuten ging, galten die normalen Regeln. In der heutigen Zeit findet die Wechselmethode nach 10 Minuten statt. Da die Abwehrspieler sehr selten geworden sind, ist es allerdings eine absolute Ausnahme.