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Trainingsübungen mit Aufschlägen auf den Bauch – Teil 2

Nicht immer erkennt der Gegner sofort, dass ein Aufschlag lang genug kommt, um ihn anzuziehen. Dies ist ebenso ein Vorteil des “Aufschlags auf den Bauch”. Wenn er zu spät erkannt wird, so wird der Rückschlag oftmals nur als Schupf, von vielen sogar halbhoch zurückgespielt.

Aufschlag auf den Bauch – wenn der Gegner zurückschupft

Der Aufschlag auf den Bauch sollte nicht zu häufig angewendet werden. Wie bereits erwähnt, ist die Gefahr da, dass der Gegner direkt angreift. Die Übung von letzter Woche zielte genau darauf ab, diesen Fall zu berücksichtigen.

Die Aufschlagvariante sollte in einem Verhältnis von 1:5 oder sogar nur 1:7 angewendet werden. Ebenso sollten lange Aufschläge nicht zu häufig eingesetzt werden, es sei denn, man spielt gegen Abwehrspieler, dann ist es ein gängiges Mittel.

Wie regiert man nun auf einen Schupfball nach diesem Aufschlag? Ganz einfach – angreifen. Topspin oder Schuss ist die Devise. Dadurch, dass der Ball halblang kommt, ist es für den Gegner extrem schwer (bei Oberschnitt noch schwerer, als bei Unterschnitt) diesen Aufschlag kurz hinter das Netz zurückzuspielen.

Halblange Aufschläge möglichst mit viel Seit- oder Oberschnitt spielen

Dadurch, dass diese Aufschlagvariante als Überraschungsaufschlag gedacht ist, der so lang kommt, dass der Gegner bei richtiger Antizipation angreifen wird, könnt ihr alles an Schnitt reinlegen, was ihr zur Verfügung habt.

Was nützt ein Aufschlag auf den Bauch mit Unterschnitt? Nichts. Euer Gegner hat es umso leichter euch den Ball um die Ohren zu hauen. Daher ist es sinnvoll so viel Seit- oder Oberschnitt einzubauen, wie es nur geht. Es ist ein Risikoaufschlag – ja, aber nicht selten führt er direkt zum Punktgewinn.

Autor: Matthias Bormann