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Schnelligkeitstraining in Form von Partnerübungen

Der Falkenberg

Das bekannteste Übungsbeispiel im Tischtennis für ein Schnelligkeitstraining ist der sog. Falkenberg. Der Name dieser Übung ist auf einen Trainingsstützpunkt in Schweden zurückzuführen, an dem diese Übung erfunden wurde. Es wird überwiegend Beinarbeit trainiert. Durch Variationen kann auch Ausdauer und Technik trainiert werden.

Bei dieser Übung ist Spieler A immer der Zuspieler. Seine Aufgabe ist es zu kontern, oder zu blocken. Spieler B ist der agierende Spieler. Er spielt je nach Leistungsniveau Konter oder Topspin. In der Beschreibung wird nur die Schlagart Konter erwähnt. Ambitionierte Spieler sollten den Topspinschlag überwiegend trainieren. Die Übung hat eine bestimmte Schlagreihenfolge, die wie folgt auszusehen hat:

Spieler B beginnt mit einem langen diagonalen Konteraufschlag von seiner Rückhandseite in die Rückhandseite von Spieler A. Spieler A kontert diagonal in die Rückhand (RH) von Spieler B. Als nächstes kontert Spieler B mit der RH ebenfalls in die RH seines Trainingspartners. Dieser spielt nochmals RH-Konter diagonal in die Rückhand worauf Spieler B mit der Vorhand (VH) mit einem Konterschlag agiert, der wiederum diagonal in die RH gespielt wird. Spieler A spielt nun parallel in die weite VH von Spieler B und dieser spielt VH-Konter parallel in die RH seines Trainingspartners. An diesem Punkt ist die Übung einmal durchgelaufen. Die Aufgabe von Spieler A ist es nun erneut diagonal in die RH von Spieler B zu spielen, sodass die Übung von vorn losgehen kann.

Falkenbergvariationen

• Spieler B spielt die RH jeweils als Konter und die VH als Topspin
• Spieler B spielt jeden Ball als Topspin
• Spieler B spielt den Ball aus der weiten VH diagonal (beste Übung für das Training der reinen Schnelligkeit)
• Nachdem die Übung einmal durchgelaufen ist, spielt Spieler B den letzten Rückhandschlag aggressiv als Endschlag parallel
• Spieler A überrascht Spieler B mit ungeplanten Bällen, sodass der reguläre Ablauf der Übung unterbrochen ist und er reagieren muss

Schnelligkeitstraining mit Ball

Schnelligkeitstraining mit dem Balleimer

Prinzipiell ist es sinnvoll diese Übungen direkt nach der Erwärmung durchzuführen. Wichtig ist wieder, dass mit maximaler Belastungsintensität und vollständiger Pause gearbeitet wird. Es eignet sich besonders das Balleimertraining. Dabei steht ein Trainingspartner mit einer Kiste voller Bälle neben dem Tisch. Er spielt ca. neun Bälle ein. Die Bälle müssen von dem Übenden mit hohem Krafteinsatz als Topspin oder Schuss gespielt werden. Der Trainingspartner, der für das Einspielen der Bälle zuständig ist, platziert sie wie folgt im Wechsel:

Variante 1 (alles soll mit der Vorhand gespielt werden):

• Einfach: Weite Vorhand, Mittellinie
• Etwas schwerer: mittleren Bereich der Vorhand, mittlerer Bereich der Rückhand
• Ganz schwer: weite Vorhand, weite Rückhand
• Kurz in die Vorhand (Flip), Tischmitte (Topspin)

Variante 2 (Vorhand im Wechsel mit der Rückhand):

• Mittlerer Bereich der Vorhand (mit Vorhand spielen), mittlerer Bereich der Rückhand (mit Rückhand spielen)
• Weite Vorhand (mit Vorhand spielen), weite Rückhand (mit Rückhand spielen)
• Weite Vorhand (mit Vorhand spielen), weite Rückhand (mit Rückhand spielen)
• Kurze Vorhand (als Flip spielen), Tischmitte (mit Vorhand spielen), weite Vorhand (mit Vorhand spielen), weite Rückhand (mit Rückhand spielen)