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Trainingsübungen mit kurzen rechtsrotierenden Aufschlägen – Teil 1

In sehr vielen Spielen in verschiedensten Spielklassen sieht man Varianten des Aufschlags mit Rechtsdrall. Die meisten führen diesen Aufschlag ausgehend von der Rückhandseite aus, um anschließend die weite Vorhand für den gegnerischen Rückschlag offen zu lassen. Dies hat den Hintergrund, dass sie bei einem Rückschlag auf die Vorhand sofort mit ihrer starken Seite, der Vorhand, angreifen wollen.

Risikoschläge werden belohnt

In der nachfolgenden Übung wird ein harter Topspin trainiert, der ein hohes Risiko birgt. Ausgehend von einem Rückschlag in die Rückhand, wird diese umlaufen, um anschließend einen harten Vorhand Topspin parallel zu ziehen.

Ungeachtet von dem Eingangsatz, sind viele Spieler geneigt doch in die Rückhandseite zurückzuspielen. Dies genau aus dem Grund, dass sie die taktischen Züge des Gegners kennen und wissen, dass er genau das will – den passiven Schlag in die Vorhand.

Warum ist nun der parallele Topspin aus der Rückhand mit der Vorhand ein Risiko?

Die Frage lässt sich einfach beantworten. Weil der Gegner einen super Winkel hat, um diagonal zu blocken. Dann wird der Weg extrem lang und es ist sehr sehr gute Beinarbeit gefragt. Sinnvoll ist dieser Schlag trotzdem, weil ihn keiner so erwartet und weil der Gegner sich auch erst so bewegen muss, dass er genau diesen Blockball ausführen kann.

Vorhand parallel – die Übung

Spieler ein befindet sich unten in der Zeichnung, Spieler 2 oben. Nach einem kurzen Aufschlag mit Rechtsrotation (1), wird der Ball entsprechend des in den Aufschlag gegebenen Schnitts diagonal zurückgelegt (2). Schlagart – Unterschnitt. Nun muss Spieler 1 gute Beinarbeit leisten. Er stellt sich auf seine Vorhandseite um und spielt Topspin parallel (3). Dabei spielt er den Ball mit vollem Risiko, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Durch einen schnellen, harten Topspin wird versucht einen direkten Punkt zu erzielen.

Kurzbeschreibung

Spieler 1: kurzer Aufschlag mit Rechtsdrall (1)
Spieler 2: diagonaler Rückschlag mit Unterschnitt (2)
Spieler 1: schneller, harter Topspin parallel (3)
frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit langen Seitenschnittaufschlägen – Teil 2

Nachdem im vergangenen Artikel einige theoretische Grundlagen zu Seitenschnittaufschlägen abgehandelt wurden, folgt nun eine Trainingsübung. Konkret geht es um eine Übung mit Rechtsrotation.

Lange Aufschläge mit Rechtsrotation

Wie bereits erwähnt führen die meisten Spieler ihre Aufschläge aus gutem Grund aus der Position auf ihrer schwächeren Seite aus. Bei den meisten ist dies die Rückhandseite. Der häufigste lange Aufschlag führt diagonal in die schwächere Seite des Gegners. Dieser wird im folgenden bei der Übung trainiert.

Als Partnerübung stehen sich Spieler 1 (unten) und Spieler 2 (oben) gegenüber. Spieler 1 beginnt mit einem Aufschlag. Dieser soll mit möglichst viel Seitenschnitt lang und schnell in die Rückhand von Spieler 2 ausgeführt werden (1). In diesem Fall wird die Reaktion auf einen langen Rückschlag in die Rückhand (2) geübt.

Dieser Rückschlag (2) soll als Unterschnittball ausgeführt werden. Damit wird die aus Sicht von Spieler 1 geübt, wie man mit einem langsamen Rückschlag umgeht. Spieler 1 muss beachten, dass in dem Ball sein eigener Schnitt noch zu einem hohen Anteil drin ist. Er sollte sich auf seine starke Seite umstellen. Dies macht er mit einem Sidestep nach links.

Anschließend zieht er von dort aus einen parallelen Topspin (3). Danach ist die Übung frei. Möglichkeiten für Spieler 2 den parallelen Topspin (3) zu returnieren sind:

• Block
• Konter
• Schuss
• Gegentopspin

Kurzbeschreibung

• Spieler 1: langer diagonaler Seitschnittaufschlag (1)
• Spieler 2: langer diagonaler Rückschlag mit Unterschnitt (2)
• Spieler 1: Topspin parallel (3)
• Spieler 2: Block, Konter, Schuss oder Gegentopspin
• frei

Autor: Matthias Bormann

Trainingsübungen mit Aufschlägen auf die VH – Teil 3

Ähnlich wie bei der vorangegangenen Übung soll die Spieleröffnung mit einem Seitenschnittaufschlag in die Vorhand trainiert werden. Diese Variante schult zum einen die Aufschlagannahme bei Anspielpunkten, die nicht so häufig üblich sind. Zum Anderen wird vom Aufschläger eine neue taktische Variante einstudiert.

Kurzer Aufschlag in die Vorhand, Rückschlag als Flip

Das Risiko eines Seitschnittaufschlags in die Vorhand besteht, dass der gegnerische Spieler diesen Flipt. Dadurch, dass der Aufschlag so platziert wird, dass er mindestens zwei Mal auf der Tischhälfte des Gegners aufkommt, wird vermieden, dass er Topspin ziehen kann.

Was jedoch bei gut beherrschter Technik geht, ist die Spieleröffnung mit einem Flip, auf den man gefasst sein muss.

Spieler 1, der sich auf der folgenden Zeichnung unten befindet, beginnt mit einem kurzen Aufschlag mit Seitschnitt (1) in die Vorhand von Spieler 2 (oben). Spieler 2 beantwortet den Aufschlag mit einem Flip in die weite Vorhand (2). Dieser Ball wird mit einem Topspin parallel (3) beantwortet. Danach ist die Übung frei, es versuchen beide Trainingspartner den Punkt zu erzielen.

Nach dem Vorhand Flip sollte Spieler 2 beachten, dass er den Topspin, der auf den Flip folgt nicht zu zeitig ansetzt. Dies führt häufig dazu, dass der Ball im Netz landet. Die sichere Variante ist, dass man den Ball länger ausspringen lässt. Dadurch ist mehr Zeit zur Verfügung und man kann den Schlag konzentrierter angehen.

Kurzbeschreibung

kurzer Aufschlag mit Seitschnitt (1) von Spieler 1 (unten)
Return mittels Vorhand Flip (2) von Spieler 2 (oben)
Vorhand Topspin (3) parallel von Spieler 1
frei

Autor: Matthias Bormann