Bis zu 200 Km/h schnell und trotzdem kaum Verletzungen

Wenn die Großen an den Tischtennisplatten dieser Welt sich die Bälle um die Ohren schmettern, wird dem Zuschauer schon vom Hinsehen schwindelig. Meist bedarf es der Zeitlupe, um überhaupt Ballwechsel ausreichend nachvollziehen zu können. Dementsprechend schnell und beweglich müssen Tischtennisspieler agieren.

Man könnte meinen, dass bei diesen Bewegungsgeschwindigkeiten und Richtungswechseln das Verletzungsrisiko im Tischtennis besonders hoch ist – ist es aber nicht. Im Gegenteil: Im Tischtennis treten nur sehr wenige Sportverletzungen oder Sportschäden auf. Die prozentuale Verletzungshäufigkeit beläuft sich im Tischtennis auf gerade Mal 0,4 % – bei Freizeit-Tischtennisspielern liegt diese mit 0.2 % sogar noch darunter.

Auf was kommt es im Tischtennis an?

• Eine optimale Schlagtechnik
• Eine exzellente Beinarbeit
• funktionell stabilisierten Rumpf

Und alles hängt miteinander zusammen, in einer so genannten kinetischen Kette. Um die Genauigkeit der schnellkräftig ausgeführten Schlagbewegungen zu erreichen – muss der Rumpf den Fixpunkt und die Brückenfunktion zu den unteren Extremitäten ausfüllen. Dort kommt es zu intensiven Lauf- und Stoppbewegungen mit einem hohen Anteil exzentrischer Muskelarbeit.

Wo können Überlastungen auftreten?

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Hohe Beschleunigungskräfte, überwiegend bei Schmetter- und Topspinschlägen, führen im Tischtennis zu einem relativ hohen Anteil an Muskelverletzungen und Überlastungssymptomen im Bereich der oberen Extremität.

Aufgrund der explosiven Kraftentwicklung insbesondere bei Vorhandschlägen reagieren besonders die Sehnenansätze der ausführenden Muskulatur sowie die schultergelenksstabilisierende Rotatoren-Muskel-Gruppe empfindlich auf Belastungen.
Trotz der hohen Anforderungen an den Stütz- und Bewegungsapparat kann man sagen, Tischtennis ist ein verletzungsarmer Sport. Das hat, vor allem im Vergleich zu anderen Rückschlagsportarten, folgende Gründe:

• keine extreme Verkrümmung der Wirbelsäule
• keine Überkopfbewegungen
• geringe Krafteinwirkung aufgrund eines geringen Hebelarmes (Tischtennisschläger)
• keine Vibrationsbelastungen, wie zum Beispiel beim Tennis

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